Seite nicht gefunden – die outdoor Experten – wir testen und bewerten Produkte aus dem Bereich Camping und Klettern. https://felsundwald.de die outdoor Experten - wir testen und bewerten Produkte aus dem Bereich Camping und Klettern. Sun, 14 Apr 2019 04:59:44 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 https://felsundwald.de/wp-content/uploads/2016/11/cropped-FELSundWALD_Logo-2-32x32.jpg Seite nicht gefunden – die outdoor Experten – wir testen und bewerten Produkte aus dem Bereich Camping und Klettern. https://felsundwald.de 32 32 Das Froli Star Mobil – ein traumhaftes Bettsystem? https://felsundwald.de/froli/ https://felsundwald.de/froli/#respond Sat, 30 Mar 2019 06:15:15 +0000 https://felsundwald.de/?p=1489 Egal, was wir am Tag tun, eines haben wir alle gemeinsam: irgendwann gehen wir schlafen. Und damit dieser Schlaf auch unterwegs entsprechend erholsam ist, braucht man

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Egal, was wir am Tag tun, eines haben wir alle gemeinsam: irgendwann gehen wir schlafen. Und damit dieser Schlaf auch unterwegs entsprechend erholsam ist, braucht man ein gutes Bettsysstem. Warum wir uns für das Froli Star Mobil Bettsystem entschieden haben und wie es sich einbauen lässt, erfährst du hier im Artikel.

Warum der Umbau auf das Froli-System?

Lange habe ich hier keinen neuen Beitrag veröffentlicht, was zum größten Teil daran liegt, dass wir uns ein neues Mobil zugelegt haben. Unser Big Ben, wie wir das Wohn- bzw Expeditionsmobil getauft haben, war ein Gebrauchtwagenkauf, der nun einiges an Aufmerksamkeit bedarf. Unter anderem musste ein neues Bettsystem her.

Warum?

Wir wollten das Etagenbett mit zwei Liegeflächen von 140 x 210 cm verändern und das obere Bett auf ein Einzelbett umbauen, damit wir drei uns zumindest unterhalten können. Das schmale obere Bett verbessert auch das generelle Raumgefühl enorm.

Außerdem hatte unser Vorbesitzer obendrein bei seinem Individualausbau ein paar grobe Fehler gemacht. Das bestehende Bett hatte nichts als einen Lattenrost, der an zwei Seiten nur auf dünnen Aluwinkeln auflag und eine dünne Matratze oben drauf, die auch noch zu lang war und sich deshalb unangenehm wölbte. Durch den darunterliegenden Heckstauraum kamen allerhand schlechte Gerüche in die Matratze, sodass das untere Bett den unschönen Geruch des Heckstauraums angenommen hatte. Da auch wir in Zukunft allerhand in die Heckklappe laden müssen, wollten wir die Gerüche hemmen, die nach oben dringen könnten. Also mussten wir den Heckstauraum räumlich erstmal abtrennen. 

Auch die Verkleinerung des oberen Bettes stellte uns vor ein logistisches Problem. Uns fiel dadurch eine Seitenwand als Stütze weg. Die Last mussten wir nun durch stabile Alu-Profile abfangen, die wir irgendwie an den Seitenwänden befestigen mussten.

Unterkonstruktion 1 Unterkonstruktion 2 Unterkonstruktion oberes Bett Unterkonstruktion Befestigung

Vorüberlegungen

Nun haben wir lange hin und her überlegt, wie sich das alles am Besten verwirklichen lässt. Ein normaler Lattenrost ist prinzipiell eine gute Sache für ein Bett. Aber in unserem Fall wollten wir ja ein dickes Brett zur Heckstaufläche haben, das von allen Seiten von stabilen Winkeln gehalten wird. Auch für das obere Bett kam ein einfacher Lattenrost nicht in Frage. Trotzdem sollten die Matratzen gut unterlüftet sein, damit sie die Feuchtigkeit abtransportieren können. Durch die Pumpwirkung bei der Bewegung im Bett, soll angeblich genügend Luftzirkulation entstehen, um die feuchte Luft abzutransportieren – auch bei der kleinen Öffnung, die wir nur am Einstieg des Bettes haben.

Außerdem hatten wir nun schon öfter gehört, dass sich ein System mit einzelnen Federelementen viel besser der Körperkontur anpassen könne und so zum Schlafkomfort beitragen würde. Also warum nicht einmal etwas neues ausprobieren?

Kann ich das Froli System auch einbauen, wenn ich schon ein Bett habe?

Ein weiterer Vorteil eines solchen Systems, der zwar bei uns nicht richtig zum Tragen kommt, ist, dass man auch Betten abseits des Standards problemlos nachrüsten kann. Die einzelnen Federelemente können in jeder beliebigen Form, Länge oder Breite angebracht werden.

Auch wichtig bei den Vorüberlegungen für Besitzer von bestehenden Betten: das Froli System kann auch bei einem fest verbauten Lattenrost nachgerüstet werden. Wem also das bestehende Bett im mobilen Zuhause nicht passt, der kann mittels Auflagegitter das System einfach über dem bestehenden Lattenrost installieren. So müssen keine großen Umbauten vorgenommen werden um den Schlafkomfort zu erhöhen und das System kann jederzeit wieder entfernt und der Ursprungszustand hergestellt werden.

Probe liegen auf der CMT

Da wir schon viel Positives über das Froli Bettsystem gehört haben, entschlossen wir uns kurzerhand, dieses auf der diesjährigen CMT anzuschauen und dort einmal probe zu liegen. Auch das Grosana Bettsystem, das auf ähnliche Art funktioniert, haben wir uns angesehen und dort probe gelegen. Das Grosana Bettsystem kam aber mit Matratze höher als das von uns angeschaute Froli System. Und auf dem Froli System lagen wir für unser Emfpinden sehr bequem. Deshalb haben wir uns letztendlich nach mehrmaligem drauf liegen an diesem Tag für das Froli System entschieden.

Was braucht man?

Das kommt natürlich ein wenig auf die Begebenheiten im Wohnmobil oder Wohnwagen an.

Froli Federsystem

Das Froli Travel Bettsystem hat eine sehr niedrige Aufbauhöhe (3,3 cm). Das Froli Star Mobil kommt mit 4,3 cm etwas höher. Dafür hat es aber auch einen etwas höheren Federweg und sorgt für eine bessere Unterlüftung der Matratze.

In den Paketen sind jeweils die Federelemente für den empfindlichen Schulterbereich (hellblau) und für den Rest des Körpers enthalten. Außerdem liegen noch rote Spannkreuze dem Paket bei, um den Härtegrad in verschiedenen Bereichen zu erhöhen z.B. zur Lordosenunterstützung

Ob es im Liegekomfort generell einen signifikanten Unterschied gibt, konnten wir nicht erörtern.

Wenn also Platz nach oben entscheidend ist (das kann in einem Alkoven durchaus um jeden cm gehen), dann ist das Froli Travel Bettsystem wohl die bessere Wahl. Da wir zwar um Platz – aber nicht um jeden cm – kämpfen, haben wir uns für das Froli Star Mobil System mit dem besseren Federweg und der besseren Unterlüftung der Matratze entschieden.

Jetzt muss man nur noch feststellen, welche Packungsgröße man braucht. Das System ist ein wenig flexibel, da man die sogenannten Fußkreuze mit unterschiedlichen Abständen montieren kann. Deshalb gibt Grund- und Erweiterungspakete. Das Grundpaket ist für eine Bettfläche von 70 oder 80 cm x 200 cm ausgelegt. Mit dem zusätzlichen Erweiterungspaket kann die Fläche um etwa 20 cm in der Breite erweitert werden.

Wer ein Bett von 140 oder 160 cm x 200 cm hat, der kommt mit zwei Grundpaketen zurecht. Diese sind übrigens mit einem Gewicht von 2,2 kg pro Quadratmeter deutlich leichter, als ein herkömmlicher Lattenrost.

Matratze

Auch bei der Matratze gibt es verschiedene Optionen. Es gibt dickere und dünnere Matratzen und verschiedene Härtegrade. Da empfiehlt es sich tatsächlich mal Probe zu liegen. Nachdem wir verschiedene Matratzen durchprobiert hatten, hatten wir uns für die Froli Mobil Plus Matratze entschieden.

In unseren Augen war sie die beste Option in Hinblick auf geringe Höhe und großen Liegekomfort.

Das sind die Details der Matratze:

  • 5-Zonen-Kaltschaum-Matratze
  • 8 cm Kaltschaum-Kern, Gesamthöhe ca. 9 cm
  • Härtegrad: H2 mittel
  • Atmungsaktiver Bezug: anti-allergen und antibakteriell
    Oberseite: Tencel® Bezugsstoff, unversteppt
    Unterseite/Seiten: AirMesh-Gewebe, grau
  • Graues Einfassband an der Oberseite
  • 3-seitiger Reißverschluss
  • 4 Design-Wendeschlaufen

Bestellung, Lieferung und erster Eindruck

Wir bestellten also 3 x das Grundpaket Froli Star Mobil. Ein Paket war gedacht für das obere Bett mit den Maßen 80 x 210 cm. Zwei Pakete sollten für das 140 x 210 cm große Doppelbett sein. Die Matratzen bestellten wir auf Maß gleich mit.

Einen Tag vor Lieferung rief uns dann die Spedition an und klärte ab, dass jemand zuhause ist, um die großen Pakete mit den Matratzen entgegen zu nehmen.

Die Matratzen waren in den riesigen Kartons nochmal extra in Folie eingepackt. So bleiben sie sauber und frisch. Das Federsystem kommt in kleinen unscheinbaren Kartons daher. In einem solchen Karton sind die verschiedenen Federelemente, die Fußkreuze zum befestigen sowie die zusätzlichen Spannelemente enthalten. Eine Bedienungsanleitung liegt ebenfalls bei, genauso wie ein kleines Werkzeug zum vereinfachten zusammenklippen der Fußkreuze.

Die Haltekonstruktion für das Bett ist auch fertig. Es kann also losgehen.

Froli Star Mobil Grundpaket Froli Star Mobil Inhalt

Montage des Froli Systems

Selten war an unserem neuen gebrauchten Fahrzeug etwas so einfach wie die Montage des Froli Systems.

Zuerst werden die Fußkreuze lose auf das Brett (oder optional auf das Auflagegitter) gelegt. So kann man erst einmal schauen, in welchen Abständen (es gibt drei mögliche Varianten) die Fußkreuze miteinander befestigt werden müssen, um das gesamte Bett auszukleiden. Wichtig ist, dass man die Fußkreuze alle in eine Richtung ausrichtet. Ein kleiner Pfeil auf dem Kunststoff hilft bei der Orientierung.

Bei uns war der kurze Abstand zu kurz für das 80 x 210 cm große Bett, deshalb mussten wir hier einen anderen Abstand wählen.

Froli Star Mobil Montage 01 Froli Star Mobil Montage 02 Froli Star Mobil Montage 04

Passen die Abstände, werden die Kreuze mittels des mitgelieferten Werkzeugs zusammengedrückt und somit verbunden. Das geht aber auch ohne das Werkzeug gut. Da wir in der Mitte der Betten jeweils einen leichten Überstand unseres T-Aluprofils haben, haben wir an dieser Stelle die „Arme“ der Fußkreuze einfach mit einem Messer passend zugeschnitten.

Froli Star Mobil Montage 06 Froli Star Mobil Montage 07 Froli Star Mobil Montage 05 Froli Star Mobil Montage 08

Danach werden die Federelemente aufgesteckt und um 90° gedreht, damit sie fest sitzen. Die hellblauen Federelemente sind für den Schulterzonenbereich gedacht und werden als 3. und 4. Reihe von oben eingebaut.

Froli Star Mobil Montage 09 Froli Star Mobil Montage 10 Froli Star Mobil Montage 11 Froli Star Mobil Montage 12 Froli Star Mobil Montage 13

Zum Schluss kommt die Matratze drauf.

Froli Star Mobil Montage 14
Fertig. Okay, die Folie muss von den Matratzen noch runter. Das passiert aber erst, wenn wir mit dem Innenausbau komplett fertig sind.

Kein Schrauben, kein Bohren. Nichts. Das System kann jederzeit problemlos wieder entnommen oder die Fläche gereinigt werden.

Und jetzt?

Der erste Test war schon mal sehr gut. Das ist aber noch nicht ernsthaft aussagefähig. Jetzt ist es an der Zeit, das System über einen längeren Zeitraum zu testen um am Ende beurteilen zu können, ob wir wirklich gut und problemlos darauf schlafen. Im Sommer haben wir vor, mit dem fertigen Mobil unseren Sommerurlaub zu verbringen. Danach können wir bestimmt schon eine erste Aussage machen.

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Das FireQ Messerset https://felsundwald.de/messerset/ https://felsundwald.de/messerset/#respond Mon, 17 Sep 2018 11:18:09 +0000 https://felsundwald.de/?p=1411 Das Messerset haben wir kostenfrei von Q-Adventuregear zum Test zur Verfügung gestellt bekommen. Wer an Campingzubehör denkt, dem kommen Sofort Grill, Klappstühle, Gaskocher und Kunststoffgeschirr in

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Das Messerset haben wir kostenfrei von Q-Adventuregear zum Test zur Verfügung gestellt bekommen.

Wer an Campingzubehör denkt, dem kommen Sofort Grill, Klappstühle, Gaskocher und Kunststoffgeschirr in den Sinn. Aber was ist mit den Messern? Schließlich sind sie zum Kochen unerlässlich. Wir haben von Q-Adventuregear ein Messerset zum Testen bekommen und möchten es euch hier vorstellen.

Ein Messerset auf Reisen

Jeder gute Koch kann es bestätigen: ein gutes Messer ist durch nichts zu ersetzen.

Mit einem scharfen Messer macht das Kochen nicht nur viel mehr Spaß, es macht auch weniger Arbeit. Man hat sein Schnittgut schneller zerkleinert und bei Obst und Gemüse tritt durch den glatten scharfen Schnitt viel weniger Saft aus, der später beseitigt werden muss.

Wenn es um Messer geht ist es also nicht immer sinnvoll zu sparen. Die Qualität muss einfach stimmen, wenn der Spaß in der Küche nicht verloren gehen soll.

Auf Reisen sollten scharfe und große Messer aber auch gut verstaut werden. Zum einen, damit sie nichts kaputt machen können, zum anderen aber auch, damit sie schön scharf bleiben. Denn wenn sie gegeneinander, gegen Metall oder andere harte Oberflächen reiben, verlieren sie an Schärfe.

Das Reise-Messerset von Q-Adventuregear haben wir unterwegs – aber auch zuhause – getestet.

Das FireQ Messerset

Im FireQ Messerset sind 3 Messer enthalten. Es handelt sich dabei um hochwertige Messer vom deutschen Traditionshersteller F.Dick. Unter den drei Messern findet sich:

  • ein Brotmesser mit Wellenschliff und einer Klingenlänge von 18 cm
  • ein großes Kochmesser mit einer Klingenlänge von 16 cm
  • ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 8,5 cm
  • ein Universalschäler mit auswechselbarer Parmesanreibeklinge vom Hersteller Peel Appeal.
Messerset Inhalt
Das Messerset besteht aus drei hochwertigen Messern sowie einem Sparschäler, einer Parmesanreibe und zwei Brettchen aus antibakteriellem Bambus.

Die Messer und der Schäler inklusive Parmesanklinge werden in zwei dazugehörigen Schneidbrettern eingelassen geliefert, wo sie auch zum Transport aufbewahrt werden. Die Teile werden mittels Magneten in den maßgefräßten Taschen der Brettern gehalten. Die Bretter werden gegeneinandergelegt und ebenfalls mit Magneten zusammengehalten. Durch diese Bauform ist das Ganze auf Reisen platzsparend und sicher verstaut.

Das Packmaß der zusammengelegten Bretter beträgt 33 cm x 17 cm x 3 cm

FireQ Messerset
Das FireQ Messerset von Q-Adventuregear wird in den Brettchen eingepackt und ist so sicher für die Reise verstaut.

Das Messerset im Gebrauch

Zuerst fällt positiv auf, dass die Magnete gut gewählt sind. Sie sind so stark, dass sie die Bretter problemlos zusammenhalten bzw. die Messer an ihrem Platz halten, aber nicht zu stark. So kann man die Bretter mühelos auseinander nehmen und die Messer leicht aus den Taschen entnehmen.

Die Messer selbst haben uns überzeugt. Sie sind sehr scharf und selbst das Schneiden einer Melone geht mühelos und dank des glatten Schnittes tritt nur wenig Saft aus. Das kleine Küchenmesser hat uns so gut gefallen, dass wir für zuhause gleich 3 weitere Messer bestellt haben.

Brotmesser FireQ Messerset
Das Brotmesser vom FireQ Messerset ermöglicht müheloses Abschneiden von Brotscheiben.

Was uns auch gefallen hat, sind die Schneidbretter aus massivem und antibakteriellem Bambus. Klar, sie bekommen beim Schneiden darauf Kratzer – aber welches Brett bekommt das nicht? Nachdem es ordentlich eingeölt wurde (das muss man mit allen Holzbrettern tun), lässt es sich leicht reinigen. Außerdem ist eins der Bretter mit einem Brandzeichen ausgestattet. Da wir zwei Vegetarier im Haus haben, ist es so einfach zu unterscheiden, welches Brett zuvor mit Fleisch „kontaminiert“ wurde und auf welchem nur Gemüse zubereitet wurde.

Der Sparschäler hat keinen Griff und zuerst waren wir skeptisch, ob man damit überhaupt gut zurecht kommt. Wir sind kein Fan davon, mit allen Mitteln Platz sparen zu wollen. Aber durch die scharfe Klinge und die gute Halteform kann man damit tatsächlich das Gemüse gut Schälen. Die Parmesanreibe haben wir aber, zugegebenermaßen, noch nicht getestet. Dies wird aber sicherlich auch bald passieren.

Sparschäler Messerset FireQ
Der Sparschäler aus dem Messerset kommt bei uns unterwegs oft zum Einsatz. Wir nutzen keinen anderen mehr.

Messerset gut und schön – aber bleibt die Schärfe?

Laut Hersteller F. Dick muss ein Messer nach oder vor jedem Gebrauch kurz nachgeschliffen werden, damit es entsprechend scharf bleibt. Aber wer tut das zuhause denn wirklich? Wir zumindest nicht. Trotzdem sind unsere Messer schön scharf bisher.

Allerdings fällt auf, dass die Messer, die wir zuhause ganz sorglos mehrmals die Woche in die Spülmaschine stecken, mehr an Schärfe verloren haben, als die Messer aus dem Messerset von Q-Adventuregear. Zwar nutzen wir diese Messer auch regelmäßig und sogar zuhause, spülen sie aber von Hand. Auch das erwähnt der Hersteller auf seiner Webseite und wir bestätigen das gerne.

FireQ Messerset
Das Messerset überzeugt. Die Messer sind scharf. Das kleine Küchenmesser haben wir uns noch drei Mal nachbestellt, weil es so häufig im Einsatz ist bei uns zuhause.

Trotz alledem, wenn man ein Messer nicht nachschärft, dann verliert es irgendwann Stück für Stück an Schärfe, ganz egal, von welchem Hersteller es kommt.

Da sollte man drüber nachdenken und sich einen Messerschleifer* organisieren, der dem Schärfeverlust vorbeugt.

Fazit

Das Messerset ist gut. Die Messer haben eine hohe Qualität und die Idee von Schneidbrett und Messerblock in einem finden wir als Reiseequipment echt clever. Auch das Brett, das hier in Deutschland gefräßt wird, hat eine gute Qualität. Der hohe Preis von 139 € hat wahrscheinlich seine Berechtigung, da die Messer von Q-Adventuregear fremdeingekauft werden und das Brett ja auch bearbeitet werden muss. Trotzdem tut er ein wenig weh, denn die Messer im einzelnen sind günstiger zu bekommen. Dann hat man aber weder den Schäler dabei, noch die tollen Bretter. Deshalb ist die Kombi Messer, Bretter und Sparschäler eine gute Kombi, die jede Campingküche aufwertet.

Hast du ebenfalls ein Messerset oder hochwertige Messer unterwegs dabei? Schärfst du diese regelmäßig nach? Teile doch deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.

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Update – Dem EMUK Hebekissen geht die Puste aus https://felsundwald.de/emuk-hebekissen/ https://felsundwald.de/emuk-hebekissen/#comments Tue, 28 Aug 2018 04:55:23 +0000 https://felsundwald.de/?p=1388 Wir haben den Air-Lift von EMUK nun schon mehr als ein Jahr im Gebrauch. Wie sich das Hebekissen so schlägt und wie unsere Erfahrungen damit sind,

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Wir haben den Air-Lift von EMUK nun schon mehr als ein Jahr im Gebrauch. Wie sich das Hebekissen so schlägt und wie unsere Erfahrungen damit sind, könnt ihr in diesem Artikel lesen.

Das Air-Lift Hebekissen von EMUK im täglichen Leben

Im täglichen Wohnmobilleben hat sich der Air-Lift von EMUK bewährt und eigentlich möchte ich ihn auch gar nicht mehr missen. Wie er funktioniert und welche Vorteile er bringt, könnt ihr in unserem ausführlichen Artikel Das Air-Lift Hebekissen von EMUK nachlesen.

Die Handhabung des Hebekissens ist wirklich einfach, da ein Überfahren nicht schlimm wäre und mittels unseres Kompressors an Board haben wir das Hebekissen auch schnell und mühelos aufgepumpt. Dann steht das Wohnmobil (4,8t zul. Gesamtgewicht) stabil drauf und es schwankt nicht viel mehr als ohne Kissen. Dann kommen eventuell noch die Stützen hinten runter und alles ist stabil und schwankt dann auch nicht mehr. Soweit so gut. Doch unsere Erfahrungen sind nicht nur positiv.

Wenn dem Hebekissen die Luft ausgeht

Wir legen das Hebekissen wirklich auf alle denkbaren Untergründe: Wiese, Schotter, Sand, spitze Steine… Laut Hersteller kann das Kissen das alles verkraften. Und tatsächlich – das Hebekissen hat bisher keine offensichtlichen Schäden an den Auflageflächen genommen.

Jetzt kommt das Aber: Bereits im Sommer 2017 auf unserer Rumänienrundreise ging dem Hebekissen erstmals die Luft aus. Wir saßen gerade neben dem Wohnmobil, als ein Zischen zu hören war und das Wohnmobil langsam absank. An der Seitenleiste, wo das Kissen verpresst und verschraubt ist, trat spürbar Luft aus. Erneutes Aufpumpen brachte keine Besserung, der Air-Lift ist undicht geworden.

Im Bereich der roten Markierung wurde unser erstes Kissen undicht.

Es kann ja immer mal passieren, dass man ein sogenanntes Montagsmodell erwischt. Wir nahmen noch im Urlaub Kontakt mit EMUK auf und nach unserem Urlaub wurde das Kissen kostenfrei ersetzt. Ärgerlich war nur, dass wir für den Rest unserer Reise nur noch ein Hebekissen als Nivellierhilfe dabei hatten. Zum Glück hatten wir unsere Keile noch sicherheitshalber eingepackt, sodass wir trotzdem auch sehr unebene Untergründe noch gut ausgleichen konnten.

Im letzten Urlaub in Österreich war nun auch das zweite Hebekissen kaputt gegangen. Nach einem Tagesausflug kamen wir zurück an den Platz und unser Wohnmobil hing auf halb acht. Es stand vorne auf einem Hebekissen, das aber nun völlig platt war. Diesmal war es das Ventil, an dem Luft austrat.

Bei unserem zweiten Defekt wurde das Ventil undicht.

Wieder nahmen wir noch im Urlaub Kontakt mit EMUK auf. Aber es nützt ja alles nichts, den Rest des Urlaubs mussten wir abermals mit nur einem Hebekissen leben.

Ein Jahr, zwei defekte Hebekissen – Sommerhitze als Ursache?

Nun sind in etwa 16 Monaten zwei Hebekissen undicht geworden. Kein besonders guter Schnitt – zumal der Air-Lift von EMUK mit 269€ pro Stück bzw. 499€ für ein 2-er Set nicht gerade billig zu haben ist. Klar, es kann immer mal passieren, dass etwas kaputt geht, aber die Häufigkeit ist schon auffällig.

Da das zweite Kissen, das undicht wurde, bereits zusammen mit dem erste gekauft wurde, kann es sich hierbei eventuell auch um eine Produktionsschwäche halten, die mittlerweile beseitigt wurde. Aber das glauben wir nicht so recht. 

Eventuell hat die Undichtigkeit, so vermuten wir, etwas mit der Hitze zu tun. Beide Kissen gingen jeweils im Sommerurlaub bei hohen Temperaturen kaputt. Allerdings kann man von keinem Wohnmobilfahrer oder Wohnwagenfahrer erwarten, dass er im Sommer seine Nivellierhilfen beschattet.

Wir werden bei den nächsten Kissen sehen, wie lange sie halten oder ob es bald schon wieder zu Problemen kommt. Das Ganze ist natürlich ärgerlich, denn eigentlich sind wir von der Handhabung der Kissen trotz der Undichtigkeiten, die wir hatten, überzeugt.

Trotz Materialschwäche Pluspunkte gesammelt

Die Firma EMUK hat trotz der defekten Waren bei uns Pluspunkte gesammelt, denn die Reklamationen verliefen absolut reibungslos und einwandfrei. Auf unsere E-Mails aus dem Urlaub bekamen wir recht zeitnahe Antworten. Leider konnte man uns im Urlaub nur wenig helfen, aber nach den Urlauben konnten wir unsere Hebekissen einsenden. Auf Nachfrage bekamen wir hierfür auch ein Label für das Paket gesendet, womit wir das Paket kostenlos abgeben konnten. Die Reparatur bzw. der Austausch waren jedes Mal kostenfrei und die Bearbeitung ging schnell. Nach etwa einer Woche bekamen wir in beiden Fällen die Hebekissen zurück.

Ende der Saison

Leider ist die Saison für uns bedingt ziemlich beendet. Wir sind gespannt, ob die Pannenreihe nächstes Jahr weitergeht und wir vielleicht doch zurück zum klassischen Auffahrkeil wechseln, oder ob die Probleme Ausnahmen waren.

 

Hast du auch Hebekissen im Einsatz? Vielleicht sogar den Air-Lift von EMUK? Wie sind deine Erfahrungen? Erzähle uns doch in den Kommentaren darüber. 

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Die Dometic FreshJet Dachklimaanlage 2200 https://felsundwald.de/klimaanlage/ https://felsundwald.de/klimaanlage/#comments Tue, 03 Jul 2018 09:42:48 +0000 https://felsundwald.de/?p=1363 Spätestens wenn in Deutschland die Temperaturen die 30°C-Marke überschreiten, wird der Gedanke an eine Klimaanlage im Wohnmobil laut. Auch wir hatten uns beim Kauf unseres Wohnmobils

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Spätestens wenn in Deutschland die Temperaturen die 30°C-Marke überschreiten, wird der Gedanke an eine Klimaanlage im Wohnmobil laut. Auch wir hatten uns beim Kauf unseres Wohnmobils dazu verführen lassen, eine Dachklimaanlage zu montieren. Wie unsere Erfahrungen damit sind, kannst du in diesem Artikel lesen.

Der Wunsch: Eine Klimaanlage im Wohnmobil

Es ist Sommer und man freut sich bei den steigenden Temperaturen riesig auf die Ferien im Wohnmobil. Spätestens beim Einräumen des rollenden Zuhauses bekommt der Sommer aber nicht selten einen unangenehmen Beigeschmack: im Wohnmobil herrschen schon jetzt Temperaturen jenseits der 35°C. Das Einräumen der Schränke wird zur Qual. Fenster öffnen hilft nur bedingt, weil man sich ja immer nur kurz am Wohnmobil aufhält.

Und auch später im Urlaub knallt die Sonne unbarmherzig. Man hat leider auf dem Campingplatz nur noch einen halbschattigen oder sonnigen Platz bekommen. Während des Tagesausflugs heizt sich die Kiste auf und später ist es schwierig, die Wärme wieder raus zu bekommen. Eventuell fallen die Temperaturen nachts nur wenig, was das Abkühlen erschwert.

Kennst du das? Bekommst du dabei nicht auch Lust, dir eine Klimaanlage für das Wohnmobil zu kaufen?

Durch unsere vielen Urlaube in Italien kannten wir das nur zu gut. Das war auch der Grund, warum wir uns beim Kauf letztendlich für die Dachklimaanlage Dometic FreshJet 2200* entschieden haben (und weil wir sie mitsamt Einbau zu einem guten Preis bekommen haben).

Technische Daten zur Dometic FreshJet

Maße: (LxBxH): 787 mm x 562 mm x 225 mm
Gewicht: 32 kg
Eingangsspannung: 230V
Eingangsfrequent: 50Hz
Kühlleistung: 2050 W/h
Stromaufnahme bei Kühlbetrieb: 4,1 A
Schutzklasse: IPX4
Max. Raumvolumen des Fahrzeugs: 25m³

Der Einbau der Klimaanlage

Da wir die Klimaanlage nicht selbst eingebaut haben, können wir natürlich zum Einbau selbst keine Aussagen treffen.

Was wir aber sagen können ist, dass man ein waagrechtes Stück Dachfläche braucht. Am besten ist, wenn man die Klimaanlage in den Ausschnitt einer Dachluke einbauen kann. Zwar vermindert man dadurch etwas den Tageslichteinfall, aber man erspart sich das Ausschneiden der Öffnung aus dem Dach. Rund um die Klimaanlage sollte auch etwas Platz sein, damit sie ungehindert Luft ansaugen und abblasen kann.

Bei uns wurde die Anlage im Flur vor der Badezimmertür eingebaut. Damit diese weiter genutzt werden kann, mussten wir sie oben ein Stück absägen lassen. Das Bedien- und Lüftungselement ragt von der Decke etwa 45 mm in den Wohnraum. 

Nach unseren Informationen ist beim Kauf eine Schablone für den Dachausschnitt im Lieferumfang dabei. Wer hiermit keine Erfahrungen hat, sollte sich fachkundige Hilfe holen oder den kompletten Einbau von einer fachkundigen Werkstatt vornehmen lassen. Eine Stromversorgung benötigt die Klimaanlage natürlich auch.

Klimaanlage auf dem Dach
Wegen der Dachschräge über dem Alkoven und der Solarpanels wurde die Klimaanlage über dem Flur vor unserem Badezimmer montiert

Unsere Erfahrungen mit der Klimaanlage Dometic FreshJet 2200

Unser Wohnmobil und somit auch unsere Dometic FreshJet 2200 sind nun bereits 3 Jahre alt. Wir haben damit also schon ein paar Sommertage überstanden und wollen an dieser Stelle eine Aussage dazu treffen.

Unser Nutzungsverhalten der Klimaanlage

Die Klimaanlage wird über 230 V betrieben und hat eine Kühlleistung von über 2000 W. Deshalb sind wir auf Landstrom am Camping- oder Stellplatz angewiesen, wenn wir die Klimaanlage nutzen möchten, da unsere Solaranlage diese Leistung nicht bringen kann.

Wir beziehen allerdings nicht zwangsläufig Landstrom, wenn wir unterwegs sind, weil wir
1. nicht immer auf einem Camping- oder Stellplatz stehen, sondern dank Wasserfilter, Trenntoilette und Solaranlage recht autark reisen können und
2. nur dann Strom von dort beziehen, wenn er im Preis des Platzes enthalten ist.
Das schränkt schon von vornherein die Nutzung unserer Klimaanlage ein.

Aber auch wenn der Strom pauschal in der Platzgebühr mit drin ist, versuchen wir natürlich zuerst die anderen Möglichkeiten auszuschöpfen (Schattenplätze, richtiges Lüftungsverhalten, etc.), bevor wir die Klimaanlage einschalten.

Um die Klimaanlage zu betreiben, sind wir auf Landstrom angewiesen.

Wie gut kühlt die Dometic FreshJet 2200 Dachklimaanlage wirklich?

Wir haben uns für dich mal mit Thermometer und Stoppuhr bewaffnet und unser Empfinden mit Daten gefüttert. Dazu haben wir unser Wohnmobil zuhause schön in der Sonne platziert, am Strom angeschlossen und an einem sommerlichen Tag eine kleine Messreihe begonnen. So haben wir ohne vorheriges Lüften, die Klimaanlage eingeschaltet und nach jeweils 5, 15, 30 und 60 Minuten die Temperaturen an drei verschiedenen Stellen gemessen. Dazu sollte gesagt sein, dass wir das Fahrerhaus nicht abgedunkelt haben, nur die Rollos an den Fenstern des Aufbaus waren geschlossen.

Dies sind die Ergebnisse:

Außentemperatur in der Sonne: 41,0° C
Außentemperatur im Schatten: 22,7° C
Innentemperatur im Wohnbereich vor Einschalten der Klimaanlage: 31,4° C
Innentemperatur Heckbett vor Einschalten der Klimaanlage: 31,1° C
Innentemperatur Alkoven vor Einschalten der Klimaanlage: 35,7° C

Innentemperatur im Wohnbereich der nach 5 Minuten: 31,1° C
Innentemperatur Heckbett nach 5 Minuten: 31,0° C
Innentemperatur Alkoven nach 5 Minuten: 35,5 ° C

Innentemperatur im Wohnbereich der nach 15 Minuten: 28,8° C
Innentemperatur Heckbett nach 15 Minuten: 29,8° C
Innentemperatur Alkoven nach 15 Minuten: 33,5 ° C

Innentemperatur im Wohnbereich der nach 30 Minuten: 27,2° C
Innentemperatur Heckbett nach 30 Minuten: 27,6° C
Innentemperatur Alkoven nach 30 Minuten: 33,6 ° C

Innentemperatur im Wohnbereich der nach 60 Minuten: 26,7° C
Innentemperatur Heckbett nach 60 Minuten: 25,5° C
Innentemperatur Alkoven nach 60 Minuten: 33,1 ° C

Stromverbrauch nach 60 Minuten: ca. 1140 Watt

Bei diesem Test lief die Klimaanlage auf höchster Stufe.

Klimaanlage Außentemperatur Klimaanlage Außentemperatur Klimaanlage Innentemperatur Klimaanlage Stromverbrauch

Was sagt uns das Ergebnis über die Klimaanlage?

Die Klimaanlage funktioniert bei unserem 7,5-Meter Wohnmobil relativ gut, wenn wir sie auf höchster Stufe laufen lassen. Da die Luftzirkulation im Alkoven am schlechtesten ist, heizt sich dieser nicht nur am schnellsten auf, er ist auch am schlechtesten wieder abzukühlen. Hinten im Heckbett und durch den Flur bis in den Küchen- und Wohnbereich kann die Luft ebenfalls gut zirkulieren. Hier kühlt die Luft schneller ab.

Läuft die Klimaanlage schon eine Stunde, ist die drückend-heiße Luft im Wohnmobil verschwunden und man kann sich gut und bequem darin aufhalten.

Das persönliche Empfinden

Sobald die Klimaanlage eine Weile gelaufen ist, kommt es einem gleich viel angenehmer vor. Das liegt nicht allein an der gefallenen Temperatur, sondern auch an der gefallenen Luftfeuchte. Generell kommt uns feucht-heiße Luft viel unangenehmer vor, als trockene Luft. Da die Klimaanlage gleichzeitig auch der Luft das Wasser entzieht, wirkt sich das verstärkt auf unser Empfinden aus.

Da wir sehr tagaktiv sind, sind wir tagsüber eher draußen vor dem Wohnmobil als drinnen anzutreffen. Entsprechend nutzen wir die Klimaanlage primär, um abends die heiße Luft aus dem Wohnmobil zu bekommen, damit wir besser schlafen können.

Dazu machen wir die Klimaanlage ca. 2 Stunden vor dem Schlafen gehen an besonders heißen Tagen an. Durch die seitlich ausgerichteten Luftauslässe verteilt sich die kühle Luft im Wohnmobil. Im Alkoven tut sich da aber leider kaum etwas. Hier würde ein zusätzlicher Ventilator sicher helfen.

Zum Schlafen selbst ist uns die Klimaanlage auch im „Schlafmodus“ zu laut. Deshalb wird sie bei uns ausgeschaltet, sobald wir ins Bett gehen. Wenn es dann draußen weiter abkühlt, öffnen wir einfach irgendwann alle Fenster und sorgen so für Durchzug.

Klimaanlage im Wohnmobil
Eine Klimaanlage kann helfen, das Wohnmobil herunterzukühlen. Aber sie sollte nicht das richtige Lüften und abschatten ersetzen.

Denke an die Umwelt

Zuerst sollte man natürlich immer versuchen, ohne Klimaanlage auszukommen bzw. deren Nutzung richtig vorzubereiten, um das Ergebnis zu optimieren. Dazu zählt die richtige Standplatzwahl möglichst im Schatten. Dies ist aber leider nicht immer gegeben, trotzdem lohnt es sich, danach Ausschau zu halten, wo die Sonne zur Mittagszeit steht und wo man sich deshalb am Besten platziert. Auch die Windrichtung kann entscheidend sein, denn ein frisches Windchen im Wohnmobil macht die Hitze etwas erträglicher und sorgt beim Lüften für einen besseren Luftaustausch.

Scheint tagsüber die Sonne, ist es wichtig, die Fenster als größte Schwachstelle in der Isolierung zu verdunkeln. Die Scheiben im Fahrerhaus dürfen dabei auf keinen Fall vergessen werden, denn an dieser Stelle heizt sich das Wohnmobil besonders gut auf. Also immer dran denken, wenn möglich, die Rollos der Front- und Seitenscheiben der Fahrerkabine zu schließen oder die Fenster mit Tüchern abzuhängen. Auch alle anderen Fenster, die von der Sonne beschienen werden, sollten verdunkelt werden. Je nach Modell ist aber darauf zu achten, dass die Rollos nicht komplett geschlossen werden, damit die Luft noch zirkulieren kann.

Wenn man eine Markise hat, hilft diese auch, das Wohnmobil zumindest zum Teil mit Schatten zu versorgen.

Auch das richtige Lüften ist enorm wichtig. Es empfiehlt sich, sobald die Sonne verschwunden ist, alle Fenster und vor allem die Dachluken im Wohnmobil zu öffnen und auch die Aufbautür offen zu lassen, damit ordentlich Durchzug entsteht und die abgestandene heiße Luft schnell entweichen kann. Nachts lassen wir gerne die Dachluken offen, damit weiterhin kühle Luft ins Wohnmobil strömen kann.

Fazit –
oder warum wir uns (nicht) nochmal für eine Klimaanlage im Wohnmobil entscheiden würden

Die Dachklimaanlage Dometic FreshJet 2200 funktioniert und tut, was sie soll: sie kühlt.

Letztendlich nutzen wir die Klimaanlage aber aufgrund mehrerer Faktoren nur selten. Diese sind:

  • wir sind relativ autark unterwegs und stehen auch mal frei. Selbst auf Camping- und Stellplätzen nutzen wir den Landstrom aber auch nur, wenn er im Preis enthalten ist.
  • Die Klimaanlage ist relativ laut, sodass wir sie Nachts nicht laufen lassen können, selbst wenn wir wollten. Deshalb und aus Umweltschutzgründen ist für uns eine gute Urlaubsplanung (z. B. im Sommer in die Berge, wo es Nachts noch gut abkühlt), die richtige Standplatzwahl und richtiges Lüftungs- und Abdunklungsverhalten weiterhin von oberster Priorität und die Klimaanlage nur die Notfalllösung.

Wer einen festen Schlaf hat und sich durch das Brummen nicht gestört fühlt, bekommt sicher ein schönes kühles Wohnmobil und kann auch nachts schlafen, wenn sie läuft.

Im Alkoven ist die Wirkung der Klimaanlage ohne zusätzlichen Ventilator sehr gering, wenn man sie nicht direkt im Alkoven oder davor installieren kann.

Wir haben die Klimaanlage jetzt in unserem Adria installiert, aber wir sind nicht sicher, ob wir das wieder tun würden. All die Jahre zuvor haben wir es auch ohne ausgehalten. Tagsüber beschäftigt man sich im Urlaub ja sowieso draußen und Nachts, wo wir sie wirklich gebrauchen könnten, ist sie uns einfach zu laut. Manchmal ist sie ein „nice to have“, aber keine Dauerlösung bei Hitze. Dann flüchten wir lieber in die Berge, zum Beispiel nach Briançon, wo es nachts einfach von Natur aus kühler ist.

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Update – Ein Jahr Nature’s Head Trenntoilette im Wohnmobil https://felsundwald.de/erfahrung-natures-head-trenntoilette/ https://felsundwald.de/erfahrung-natures-head-trenntoilette/#comments Tue, 19 Jun 2018 08:44:56 +0000 https://felsundwald.de/?p=1309 Vor mehr als einem Jahr haben wir die Nature’s Head Trenntoilette* in unser Wohnmobil eingebaut. Mittlerweile waren wir damit nun schon öfter auf Reisen. Unter anderem

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Vor mehr als einem Jahr haben wir die Nature’s Head Trenntoilette* in unser Wohnmobil eingebaut. Mittlerweile waren wir damit nun schon öfter auf Reisen. Unter anderem auch vier Wochen in Rumänien, wo Campingplätze und öffentliche Toiletten rar sind und wir die meiste Zeit frei in der Wildnis standen. In diesem Update wollen wir von unseren Erfahrungen mit einer Komposttoilette im täglichen Wohnmobilleben berichten.

Ein Jahr Nature’s Head Trenntoilette

Was eine Trenntoilette (auch Trockentrenntoilette oder Trockentoilette genannt) ist, welche Gründe uns zum Umbau bewegten und wie der Einbau der Nature’s Head Trenntoilette bei uns im Wohnmobil geklappt hat, bzw. auf was dabei zu achten ist, könnt ihr in meinem Bericht zum Einbau nachlesen. Hier geht es zum Bericht zur Trenntoilette von Nature’s Head.

Unsere Familie besteht aus fünf Mitgliedern. Drei Erwachsene, ein Teenager und ein Kind. Entsprechend oft wird unsere wohnmobileigene Toilette genutzt. Im vergangenen Jahr und auch dieses Jahr haben wir nun schon einige Fahrten mit dem Wohnmobil und der neuen Toilette unternommen. Weil wir sowohl in diversen Foren, als auch unterwegs schon drauf angesprochen wurden, möchte ich an dieser Stelle ein umfassendes Feedback geben.

Unser Badezimmer
Die Nature’s Head in unserem Wohnmobil.

Das tägliche Leben mit der Trenntoilette von Nature’s Head

Seit wir die Nature’s Head haben, gehen wir fast ausschließlich auf unsere boardeigene Toilette, selbst auf Campingplätzen oder unterwegs, wenn wir an Rastplätzen Halt machen. Das war nicht immer so, aber nun möchten wir es nicht mehr missen. Das wir für die Trockentoilette bzw. Komposttoilette, wie diese Art der Toilette ebenfalls genannt wird, kein Wasser zum Spülen benötigen, finden wir ebenfalls klasse. So hält auch bei ausschließlicher Benutzung unser Wasservorrat ziemlich lange.

Am Anfang mussten wir uns natürlich erst einmal dran gewöhnen, dass man nach dem Toilettengang nicht spült, sondern lediglich bei Bedarf zur Reinigung ein paar Spritzer Essigwasser in der Schüssel verteilt und anschließend mit einem Stück Toilettenpapier nachwischt.

Außerdem haben wir gleich beschlossen, unser Toilettenpapier nach dem kleinen Geschäft in einem separaten Mülleimer mit Deckel zu sammeln. Das Toilettenpapier für das große Geschäft werfen wir weiterhin in den Feststoffbehälter. Wir benutzen dafür aber eher dünneres Toilettenpapier, weil es sich besser zersetzt. So wird der Feststoffbehälter nicht so schnell voll und wir kommen gut drei Wochen bei ausschließlicher Benutzung der Nature’s Head Trenntoilette aus, bevor wir sie leeren und neu ansetzen müssen. Den Mülleimer mit dem Toilettenpapier entsorgen wir nach Möglichkeit nach circa zwei Tagen mit unserem restlichen anfallenden Müll.

Mülleimer
Für das Toilettenpapier haben wir einen zusätzlichen Mülleimer im Bad angebracht.

Wann und wie wird die Trockentoilette entsorgt?

Wann die Toilette entleert werden muss, kommt natürlich auf die Häufigkeit der Benutzung an. Der Urinbehälter hat ein Fassungsvermögen von ca. 8 Liter. Wir sind fünf Personen und benutzen die Toilette ganz normal oft. Deshalb müssen wir, wenn wir uns den ganzen Tag am und im Wohnmobil aufhalten, allerspätestens nach 1,5 Tagen den Urinbehälter entleeren. Ich mache das in der Regel aber jeden Morgen.

Sind wir fast den ganzen Tag unterwegs und gehen unterwegs irgendwo auf Toilette, kann das Intervall entsprechend verlängert werden. Es sei jedoch gesagt, dass der Urin nach einigen Tagen durchaus zu riechen anfängt. Deshalb würde ich empfehlen, spätestens am dritten Tag zu entleeren, auch wenn der Behälter bis dahin nicht gefüllt ist.

Wie voll der Urinbehälter ist, kann man von außen durch die leicht transparente Hülle erkennen. Bei uns ist das aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse im Bad bei Dämmerung bzw. in der Nacht schwierig zu erkennen. Tagsüber hingegen sieht man das ganz gut. Etwas mehr Transparenz bei der Flasche wäre uns deshalb noch lieber.

Den Feststoffbehälter müssen wir bei dauerhafter und ausschließlicher Nutzung nach ungefähr drei Wochen entleeren. Das merkt man daran, dass der Behälter dann etwa zu 2/3 voll ist und sich die Kurbel spürbar schwerer drehen lässt. Da es bei einer Komposttoilette kein „es ist voll, keiner darf mehr auf Toilette gehen“ gibt, ist immer genügend Zeit, eine Entsorgungsmöglichkeit ausfindig zu machen. Wir haben noch keine Strichliste geführt, aber laut Hersteller sind etwa 60-80 Toilettengänge die durchschnittliche Benutzungsdauer, bis eine Entleerung notwendig wird.

Sind wir nicht so lange am Stück unterwegs, dann hat der Inhalt der Toilette auch länger Zeit, sich zu zersetzen und zu trocknen. So sind auch mehr Toilettengänge möglich.

Das Entleeren der Urinflasche

Den Urinbehälter kann man zum Entleeren einfach entnehmen. Dazu wird der Toilettensitz hochgeklappt. Wichtig ist, dass man noch einen kurzen Moment nach dem letzten Toilettengang wartet und eventuell den letzten Tropfen Urin, der noch unten am Trichter hängt, abwischt. Wegen der beengten Verhältnisse unseres Badezimmers haben wir die Toilette recht nah an der Wand installiert. Wir können den Sitz deshalb nur so weit hochklappen, dass geradeso die Flasche entnommen werden kann. Dann schraubt man den Deckel der Flasche auf. Dieser ist wirklich dicht und trotz Schütteln und auf den Kopf stellen konnte bisher kein Tropfen entkommen.

Die Flasche kann am Tragegriff oder, wer es diskreter mag, in einem Rucksack oder einer Tasche zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit getragen werden. Der auf den ersten Blick scheinbare Nachteil von 8 l Fassungsvermögen ist hier schnell weider ein Vorteil. Denn selbst voll gefüllt ist die Flasche nicht schwer und kann problemlos auch mal ein paar Meter getragen werden.

Entsorgt werden kann der Urin nahezu überall wo ein Kanalanschluss vorhanden ist (Toilette, Kanal, Chemie-WC-Entsorgungsstation, etc.). Ist man in der Natur unterwegs, kann der Urin auch bedenkenlos in den Büschen entleert werden. Keine Angst, es riecht nicht und wenn der Nächste dran vorbei läuft, wird er nichts bemerken. Ich habe mit dem Urin auch schon nach einer Reise unsere Pflanzen im Garten gedüngt. Bäumen macht das nichts aus. Bei kleinen Strauchpflanzen wie Tomaten oder Paprika sollte man allerdings den Urin verdünnen. Würde es stinken, würde ich es nicht in meinen Garten kippen.

Beim Entleeren kann man einen würzigen Geruch wahrnehmen, der je nach Essgewohnheiten der Benutzer variieren kann. Diesen Geruch haben wir bisher wirklich ausschließlich beim Entleeren wahrgenommen. Allerdings wollen wir deshalb lieber auf Spargel im Wohnmobil verzichten.

Wenn die Flasche leer ist, wird sie nach Möglichkeit kurz mit Wasser ausgespült. Anschließend schütten wir einen Schluck Essig gegen Urinstein in die Flasche und setzen sie wieder ein.

Alles Kacke… der Feststoffbehälter

Was den meisten Leuten unnötigerweise Bedenken bereitet ist die Entsorgung des Feststoffbehälters. Dabei gibt es eigentlich keinen Grund dazu. Durch das regelmäßige Durchmischen des Inhalts mit dem Rührwerk, sowie die Abführung der feuchten Luft durch den Lüfter, trocknen die Feststoffe in der Nature’s Head Trenntoilette recht gut aus. Ist der Inhalt doch mal zu feucht (zum Beispiel bei Krankheiten mit länger anhaltendem Durchfall oder Erbrechen), sollte man etwas Kokosfaser nachstreuen, damit die Feuchtigkeit gebunden werden kann und keine Gerüche entstehen.

Bereits wenige Stunden nach der letzten Benutzung kann man auch beim Entleeren keinen fäkalischen Geruch mehr wahrnehmen. Selbst wenn ich meine Nase direkt über den Behälter halte, rieche ich nichts Unangenehmes.

Generell ist es natürlich so, dass je länger man nach der letzten Benutzung wartet, desto angenehmer die Entsorgung ist. Etwa nach einer Woche ist nur noch das Toilettenpapier sichtbar. Deshalb entleeren wir bevorzugt erst wieder vor dem nächsten Urlaub. Über den Winter lassen wir den Inhalt einfach bis zum Frühling in der Trenntoilette.

Kompost in der Trenntoilette
Nach weniger als einer Woche ist nur noch das Toilettenpapier im Kompostbehälter der Toilette sichtbar

Zum Entleeren zieht man das Oberteil der Trenntoilette aus dem Scharnier und stellt es ab. Dann schraubt man die komplette Toilette von den Winkeln am Boden lose. Wir entleeren bevorzugt zuhause in unseren Komposthaufen im Garten. Wer keinen Kompost hat oder unterwegs entleeren möchte, der kann den Inhalt auch einfach in einen stabilen Müllsack leeren und diesen gut verschlossen im Restmüll entsorgen. Ist man weit entfernt von bewohntem Gebiet, kann der Inhalt auch bedenkenlos vergraben werden. Wegen der Tiere sollte dabei aber ein ausreichend tiefes Loch gegraben werden und natürlich einen gewissen Abstand zu Gewässern eingehalten werden.

Oft hören wir in diversen Foren die Empörung der Leute, wenn sie hören, dass die Feststoffe im Restmüll entsorgt werden können. Aus eigener Erfahrung können wir aber versichern, dass Hundekotbeutel und Babywindeln deutlich mehr stinken, wenn der Müllsack mal kaputt geht. Bei der Nature’s Head bleibt am Ende scheinbar nur Erde übrig. Es riecht nicht und es sieht nicht eklig aus.

Kompost aus der Nature's Head
Wir entsorgen unsere Toilette meistens auf dem eigenen Kompost zuhause. Der Inhalt der Toilette ist weder eklig, noch stinkt er. Er erinnert an Blumenerde – uns so riecht er auch.

Kinder, Kinder… wie gut funktioniert das mit dem Nachwuchs?

Durch die Klappe über dem Feststoffbehälter funktioniert die Benutzung der Toilette bei allen Familienmitgliedern wirklich gut. Ist die Klappe geschlossen, fließt der Urin immer nach vorne in die Flasche. Das ist vor allem bei Frauen und Kindern wichtig, da hier sonst öfter Flüssigkeit im Feststoffbehälter landen könnte, was dann im schlimmsten Fall auf Dauer zur Geruchsbildung führen kann. Eine gewisse Menge Flüssigkeit im Feststoffbehälter macht dagegen nichts.

Bei den meisten Menschen funktioniert es wunderbar, erst das kleine und anschließend das große Geschäft auf der Toilette zu erledigen. So lassen wir die Klappe über dem Feststoffbehälter meist geschlossen, bis wir mit dem kleinen Geschäft fertig sind und öffnen dann erst die Klappe für den Feststoffbehälter für das große Geschäft. Auch die Kinder kommen mit dieser „Bedienung“ gut zurecht.

Lange im Urlaub – wie ist es, wenn Frauen ihre Periode haben?

Toiletten im Wohnmobil sind schon seit jeher ein Scheißthema. Die Periode übrigens auch. Da wir mit drei Frauen mit Menstruationshintergrund unterwegs sind, passiert es natürlich auch mal, dass eine von uns ihre Periode auf der Reise bekommt. Aber auch das ist kein Problem. Natürlich fließt beim Wasserlassen dann etwas Blut mit in den Urinbehälter. Am Vorgehen ändert das nichts.

Der Urin hat dann folgerichtig auch eine andere Färbung, wenn Frau ihre Periode hat. Anders riechen tut er dadurch nicht. Wenn sich doch mal Ablagerungen am Boden der Flasche gebildet haben, haben wir diese einfach eine Zeit mit Essig eingeweicht und ausgespült. Das hilft auch übrigens auch bei Urinsteinablagerungen.

Und was ist mit der generellen Sauberkeit und Hygiene?

Wir sind es von zuhause gewohnt, nach dem Toilettengang zu spülen. Durch das viele Wasser bekommen wir ein Gefühl von Sauberkeit vermittelt. Die Wasserspülung haben wir bei der Nature’s Head natürlich nicht. Wenn man die Regeln einhält, bleibt aber auch die Trenntoilette ein sauberer Ort. Dazu gehört natürlich auch, dass das Wohnmobil einigermaßen gerade steht, weil sonst beispielsweise der Urin nicht richtig ablaufen kann.

Auch muss man sich erst einmal überwinden, nach der Benutzung etwaige verbliebene Tröpfchen mit Essigwasser zu besprühen und mit einem Stück Toilettenpapier wegzuwischen. Da auf der glatten Oberfläche der Toilette ohnehin kaum etwas hängen bleibt, beschränkt sich dies jedoch meist auf den letzen verbleibenden Rest im Bereich zwischen den Abflusslöchern.

Bremsspuren“ hatten wir dank der großen Öffnung zum Feststoffbehälter glücklicherweise noch nie. Sollte dies trotzdem einmal vorkommen, muss man das mit Reiniger und Toilettenpapier reinigen.

Beim Entleeren des Urinbehälters sollte man besonders auf die Hygiene achten. Da der Behälter nur eine Öffnung hat, kann es schnell passieren, dass man die Flasche zu steil hält und es beim auskippen zum „gluckern“ oder „schwappen“ kommt. Abhilfe schafft hier nur dosiertes und langsames Ausleeren. Kippt man die Urinflasche nur vorsichtig und langsam, kann jederzeit Luft in die Flasche strömen. Dann gluckert nichts und man versaut weder das Umland um den gewünschten Entsorgungsort noch sich selbst. Hier wäre ein Ventil zur Belüftung beim Entleeren wünschenswert. Aber wie gesagt, wenn man es ein, zwei Mal geübt hat und Geduld mitbringt, ist das auch ohne Sauerei machbar.

Leider ist die Flaschenbeschaffenheit auch so, dass nach dem Leeren ein kleiner Rest in der Flasche verbleibt. Wenn der letzte Tropfen nicht  mit heraus kommt, ist das allerdings nicht schlimm. Den bekommt man dann beim Ausspülen mit raus.

Leert man den Feststoffbehälter, benötigt man einen großen und möglichst stabilen 60l-Müllsack, der über die komplette Öffnung des Feststoffbehälters passt. Dann geht auch sicher nichts daneben, Hände und Wohnmobil bleiben sauber. Ein nettes Video hierzu hat ToMTuR auf Youtube bereitgestellt:

Wenn wir den Behälter auf dem Kompost entleeren, dann kippen wir ihn einfach kopfüber darauf und heben ihn vorsichtig wieder ab. Den Feststoffbehälter reinigt man nach dem Entleeren übrigens nicht. Die dort ansässigen Bakterien dienen sozusagen als Starthilfe für den nächsten Kompostierungsintervall.

Die „Wenn’s“ und „Aber’s“

Nach einem Jahr der Benutzung haben wir natürlich auch ein paar „wenn’s“ und „aber’s“ gesammelt.

Fliegen fliegen Fliegen hinterher

Das größte Problem, das wir bisher hatten, war eine kleine Fliegeninvasion. Wir wissen nicht, woher sie kamen, aber wir hatten während einer Standzeit im Hochsommer vergangenen Jahres plötzlich einige tote sowie noch lebende winzig kleine Fliegen an unserem Badfenster gefunden. Sie sahen aus wie gewöhnliche Fruchtfliegen.

Wir hatten unseren Feststoffbehälter nach dem Urlaub wie immer nicht geleert und ein paar Wochen später die Fliegen im Bad entdeckt. Beim Öffnen der Toilette kamen uns ein paar weitere Fliegen entgegen. Natürlich waren wir erst mal ein wenig verärgert.

Woher konnten die Fliegen nur kommen – und wie gingen sie wieder weg?

Möglich ist es, dass sie durch den Abluftschlauch (wir hatten den Ventilator ausgeschaltet) oder durch den Deckel ins Innere der Toilette kamen. Wahrscheinlich haben wir sie durch Lebensmittel (Obst oder Gemüse) im Wohnmobil eingeschleppt, als wir noch unterwegs waren und die Fliegen haben sich dann in unserer Abwesenheit munter und ungestört vermehrt.

Wir haben daraufhin die Toilette vollständig entleert und diesmal auch im Garten mit einem Wasserschlauch ausgespritzt, um mögliche Fliegeneier ebenfalls zu eliminieren. Außerdem haben wir sicherheitshalber über den Anschluss des Abluftschlauchs eine Nylonsocke gezogen. Das sollte zumindest eine erneute Invasion über diesen Weg vermeiden. Ein Fliegenfänger am Badfenster erledigte den Rest der noch herumschwirrenden Fliegen.

Nylonsocke
Sicherheitshalber haben wir eine Nylonsocke über den Abluftschlauch gezogen, damit von unten nichts hereinschwirren kann.

Außerdem hat uns Harriet Diedering von ToMTuR* einen Tipp für die Zukunft gegeben. Kieselgur*, ein weißes Pulver aus der Schale fossiler Kieselalgen, hilft angeblich bei der Bekämpfung jeglicher Insekten und Parasiten. Zudem ist es biologisch absolut unbedenklich. Das haben wir von nun an als „Notfallplan“ dabei. Man kann es einfach mit in die Toilette streuen und die Insekten sterben beim Kontakt damit, weil es die schützende Wachsschicht der Biester zerstört und sie regelrecht austrocknet. Allerdings haben wir diesen „Notfallplan“ seit dem noch nicht einsetzen müssen. Was ich aber im Hochsommer schon gemacht habe, ist bei längeren Standzeiten einfach das Kieselgur prophylaktisch über den Inhalt des Feststoffbehälters zu streuen. Ob es nötig war oder nicht, weiß ich nicht. Probleme hatten wir aber auch dann nicht, wenn ich vergessen habe.

Kieselgur gegen Fliegen in der Nature's Head
Im Hochsommer, während wir nicht auf Reisen waren, haben wir auch schon Kieselgur vorbeugend gegen Insekten über den Inhalt der Toilette gestreut.

Wenn das Fass mal überläuft

Ein eher dummer Fehler war, nicht auf den Füllstand der Flasche zu achten. So passierte es uns aus Unachtsamkeit einmal, dass unser Limit erreicht war und das Fass – oder in diesem Fall die Flasche – übergelaufen ist.

Das ist natürlich ärgerlich, denn als wir die Flasche entleeren wollten und dazu den Toilettensitz angehoben hatten, hat sich der überstehende Rest, der noch im oberen Teil des Toilettensitzes war, befreit. Der Urin lief glücklicherweise fast ausschließlich in den Teil, der als Urinflaschenhalter an der Toilette dient. Schlaue Leute haben diesen als Schale konzipiert und so war die meiste Flüssigkeit tatsächlich dort drinnen gelandet. Die Sauerei hielt deshalb Gottseidank stark in Grenzen und war leicht zu entfernen. Die Konstruktion der Flaschenhalterung hat also seinen doppelten Zweck und das sehen wir nun als großen Vorteil an.

Dass das passiert ist, war natürlich nur unsere eigene Schuld. Einen Vorteil hatte das Ganze – wir können nun bestätigen, dass die Trenntoilette von Nature’s Head auch wirklich von oben bis unten komplett dicht ist.

FAQ – was wir sonst noch oft gefragt werden

Hört man den Lüfter?
– Wenn man genau daneben steht, dann hört man ihn. Sonst nicht. Auch Nachts hören wir ihn nicht.

Stinkt es wirklich nicht?
– Nein. Wenn man die Nase genau über den Feststoffbehälter hält und die Klappe öffnet kann man einen erdigen Geruch, wie bei frischer Blumenerde oder im Wald nach einem Regen, feststellen. Der Urinbehälter riecht beim Entleeren etwas würzig. Je länger er jedoch im Behälter steht, desto stärker wird der Geruch des Urins. Das bemerkt man aber nur beim Entleeren. Im Wohnmobil ist nichts wahrnehmbar.

Wohin führt euer Abluftschlauch?
– Er führt direkt nach unten. Übrigens ist das „Unten“ genau neben der Stelle, wo wir draußen meist den Tisch und die Stühle aufstellen. Man riecht auch hier nichts.

Muss man als Frau „Zielübungen“ beim Urinieren machen?
– Nein, überhaupt nicht. Durch die Klappe, die beim Urinieren möglichst geschlossen bleibt, fließt alles in den Flüssigkeitenbehälter ab. So ist es auch egal, wenn es ein wenig streut oder man nicht genau vorne in den Trichter trifft. Auch für Kinder ist es deshalb geeignet und Männer könnten in der Theorie auch im Stehen urinieren.

Muss ich unbedingt Kokosfasern als Einstreu nehmen?
– Nein, allerdings eignen sich diese durch ihre Saugfähigkeit besonders gut und sind aus Umweltgründen ebenfalls gut geeignet. Alternativ kann auch unbehandelter Torf genommen werden.

Kann ich eine Mülltüte in den Feststoffbehälter machen?
– Nein. Das eingebaute Rührwerk ist nicht ohne Grund da, verhindert aber, dass ein Müllbeutel in dem Behälter eingesetzt werden kann. Es beschleunigt die Zersetzungs- und Trocknungsvorgänge und sorgt für eine gleichmäßige Trocknung und einen maximalen Nutzungszeitraum bis zur nächsten Entleerung.

Die Toilette ist ziemlich teuer. Kann man das nicht selbst bauen?
– Stimmt, die Trenntoilette hat ihren Preis. Aber den ist sie auch wert. Ihr System ist erprobt und durchdacht. Der Einbau ein Kinderspiel. Sicher gibt es für wenig Geld Trenneinsätze zu kaufen. Aber gerade das Durchmischen mit dem Rührwerk finden wir gut. Bei selbstgebauten Toiletten muss nach jedem Toilettengang neues Einstreu darübergestreut werden. Eine Durchmischung gibt es dann auch nicht. Die Trocknung fällt dann nur noch in sehr begrenztem Maß aus, somit verliert der Inhalt auch weniger schnell an Volumen und muss öfter geleert werden. Außerdem ist auch die Zeit zu berechnen, die man für die Entwicklung und den Einbau eines eigenen Konstruktes benötigen würde. Das alles zusammengerechnet ergibt dann in unseren Augen letztendlich kaum einen Vorteil gegenüber dem fertigen Produkt.

Ist die Toilette nicht riesig groß?
– Die Trenntoilette von Nature’s Head ist in der Sitzhöhe tatsächlich ein paar cm höher als die meisten gängigen Wohnmobilcasettentoiletten. Wir empfinden das aber nicht als unangenehm. Selbst die Kinder kommen damit gut zurecht. Und im Vergleich zu anderen Trenntoiletten und Trenneinsätzen macht die Nature’s Head einen schlanken Eindruck. In der Tabelle bekommt man einen kurzen Überblick über die gängigen Toiletten im Wohnmobil:

NATURE’S HEAD SEPARETT SANITOA SEPARETT WEEKEND 7010 SEPARETT VILLA 9010 THETFORD
C223-CS
DOMETIC
CTS 4110
H x B x T [MM] 525 x 451 x 483 520 x 450 x 540 520 x 450 x 540 541 x 456 x 672 534 x 394 x 580 672 x 382 x 530
Sitzhöhe [MM] 500 ? ? 440 492 ?

Ist das, was aus der Toilette kommt, wirklich Kompost?
– Ganz so einfach ist das leider nicht. Natürlich ist der fäkalische Geruch und die Feuchtigkeit weg, aber richtiger Kompost ist es dann noch nicht. Man kann sagen, es ist die Vorstufe davon. Sollte man den Inhalt, wie wir, auf dem Kompost entsorgen, sollte man ihn dort mindestens ein Jahr mit anderen pflanzlichen Substanzen arbeiten lassen.

Würdet ihr die Toilette nochmals einbauen?
– Ja. Uns kommt nichts anderes mehr ins Wohnmobil. Wir sind nach wie vor begeistert von der Nature’s Head Trenntoilette.

Unser Fazit nach einem Jahr Trenntoilette 

Wir sind immer noch begeistert und empfehlen die Trenntoilette von Nature’s Head gerne weiter. Für uns ist es auch kein Problem, Neugierige unterwegs bei uns mal „reinschnüffeln“ zu lassen. Der Einbau und die Benutzung sind einfach und gut.

Die Trenntoilette ist ein riesiger Freiheitsgewinn für uns, da wir nicht mehr auf die Suche von Entsorgungsstationen machen müssen und auch mal drei Wochen außerhalb der Zivilisation verbringen können. Die ungeliebte (und stinkende) Toilettenchemie fällt komplett weg und man muss kein Trinkwasser mehr zum Toilettespülen verschwenden. Dank Solaranlage, Wasserfilter und Trenntoilette sind wir so lange Autark, bis uns die Lebensmittel ausgehen.

Auch der Service vom ToMTuR-Team ist grandios und man kann sich mit jeder erdenklichen Frage an sie wenden.

 

Wie steht es mit dir? Hast du noch Fragen zum Thema Trenntoilette? Hast du bereits eine Trenntoilette im Einsatz und kannst uns davon erzählen? Dann schreib doch in die Komentare. Wir freuen uns drauf von dir zu lesen.

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