Alugas-Tankflaschen verbaut im Gaskasten

Festeinbau Alugas-Tankflaschen

Jeder, der mit dem Wohnmobil unterwegs ist, weiß das: Kühlschrank, Herd, Heizung, warmes Wasser – nichts läuft ohne Gas. Und Gasflaschen werden irgendwann leer.

Gasflaschentausch – ein lästiges Thema

Wir duschen mit warmem Wasser, kochen Kaffee und heizen auf, damit das Frühstück im gemütlich-warmen Wohnmobil stattfinden kann. Doch irgendwann passiert das Unvermeidliche: die Gasflaschen sind leer und müssen gegen volle Flaschen ausgetauscht werden. Das ist nicht nur lästig, sondern im Ausland mit deutschen Pfandflaschen auch bestenfalls schwierig.

Wir hatten genug davon, schwere Gasflaschen zu schleppen und vor einem längeren Urlaub sogar sicherheitshalber halbvolle Flaschen tauschen zu lassen. Deshalb haben wir in unserem Wohnmobil eine Gastankanlage mit zwei Alugas-Tankflaschen einbauen lassen. Und ich muss zugeben, dass dies die beste Entscheidung war, die wir treffen konnten.

Warum Alugas-Tankflaschen?

Alugas-Flaschen sind bei gleicher Größe bis zu 75% leichter als die herkömmlichen grauen Stahlflaschen. Bei niedrigen Temperaturen haben diese außerdem eine höhere Verdampfungsleistung. Das sind schon mal zwei Punkte, die für die Alugas-Flaschen sprechen. Ein weiterer Pluspunkt: es bilden sich keine Ablagerungen, die irgendwas verstopfen, da die Alugas-Flaschen korrosionsbeständig sind.

Nach dem Festeinbau ist dann allerdings die Möglichkeit nicht mehr gegeben, eine Flasche herauszunehmen um sie zu füllen oder gegen eine Standard-Stahlflasche zu tauschen. Für Dauercamper und Langsteher ist die Lösung mit Tankflaschen womöglich eher ungünstig, da sie zum Füllen den Platz verlassen müssen. Jeder andere, der innerhalb eines Flaschenzyklus irgendwann den Platz wechselt, kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt bei einer LPG-Tankstelle wieder Gas nachfüllen.

Wie sieht es rechtlich aus? Und was ist mit der Sicherheit?

In den Foren und Communitys geistern die kuriosesten Meinungen und Halbwahrheiten herum. Erschreckend, was man sich da so erzählt. Angeblich dürfe man Tankflaschen nicht an allen LPG-Tankstellen betanken oder sie seien aufgrund der Explosionsgefahr beim Unfall verboten. Auch hört man, dass man nach dem Einbau Probleme mit der wiederkehrenden Gasabnahme bekäme. Alles Quatsch? Ja und nein!

Aber was stimmt denn jetzt wirklich?

Die rechtliche Lage ist derzeit etwas kompliziert. Das ist auch der Grund für die ewigen Diskussionen und wiederkehrenden Verwirrungen.

Wenn man sich für eine Gastankanlage entscheidet, sollte man sich vorher informieren, welche Firma sowas einbauen kann und möglichst auch schon einige Erfahrungen mit solchen Einbauten hat. Das schützt vor den ersten Problemen. Auch hilft es, sich im Vorfeld über einen ortsnahen Gasprüfer zu informieren, der diese Tankflaschen prüft und die Plaketten erteilt.

Wichtige Grundlagen für den Einbau

Entscheidend für den Einbau ist die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Gasabschaltung bei einem Unfall (siehe 2004/78EG und ECE R 67). Außerdem muss ein Ventil eingebaut sein, das bei 80-prozentigem Füllstand die Betankung automatisch abschaltet.

Der nächste Punkt wird schon etwas kniffliger: der ortsfeste Einbau. Die Gasflasche wird vom Gesetzestext ausgehend zu einem fest verbauten Tank. Dieser ist als ein Teil des Fahrzeugs anzusehen und muss ganz andere Anforderungen erfüllen, als eine Tauschflasche. Diese gilt nämlich nur als Ladung und muss deshalb weniger stark gesichert werden.

Für den Einbau essentiell ist eine Befestigung, die den Beschleunigungskräften, die bei einem Unfall auftreten, standhalten kann (20g in Fahrtrichtung und 8g im rechten Winkel zur Fahrtrichtung). Einige Hersteller bieten Stahlbänder an, die diesen Anforderungen entsprechen – aber je nach Wohnmobil hält der Befestigungspunkt im Gaskasten diesen Kräften nicht stand. Ein rechtskonformer Einbau ist dann an diesem Punkt nicht möglich.

Einige Gasprüfer verweigern trotz richtigem Einbau die Abnahme. Warum?

Das liegt an der ungenauen rechtlichen Lage. Einige Gasprüfer beziehen sich auf ein Merkblatt des DVFG (Deutscher Verband Flüssiggas). Dieses unterscheidet zwischen Gastanks und Gasflaschen. Gasflaschen zeichnen sich demnach vor allem dadurch aus, so der DVFG, dass Gasflaschen ohne Einsatz von Werkzeug aus dem Gaskasten entnommen werden können und eine sogenannte Pi-Markierung aufweisen, die sie als ortsbewegliche Behälter Kennzeichnen.
Gastanks müssen die technischen Anforderungen nach ECE R67 erfüllen. Einige Gasprüfer sehen das bei Flaschen generell nicht als gegeben, da auch die Alugas-Flaschen, die beispielsweise bei einem Gasflaschentank zum Einsatz kommen, diese Pi-Markierung haben und als Flasche einzustufen seien. Daher sehen sie auch eine Befüllung von Gastankflaschen an LPG-Tankstellen als nicht rechtskonform. Die Flaschen dürften nach dieser Sichtweise also nur in einem Füllwerk befüllt werden.

Und wie kommt es, dass die meisten Wohnmobile trotzdem ihre Gasprüfplakette erhalten?

Nicht alle Institutionen sehen das gleich. Da laut Gesetzestext die Flaschen selbst und auch die Halterungen die Norm des ortsfesten Einbaus erfüllen können, gibt es auch genügend Prüfer, die die Gasprüfung abnicken und die Plakette erteilen. Zumal Händler und Einbauwerkstätten wie die Gasfachfrau und ihre Mitbewerber durchaus ein gesetzliches Mustergutachten besitzen, die einen Einbau als rechtskonform bestätigen.

Das Ganze hängt also oft von der individuellen Einbausituation ab und daran, an welchen Prüfer man gerät. Wichtig ist, dass man sich im Vorfeld genau informiert und auch darauf achtet, dass ein Gutachten vorliegt bzw die Voraussetzungen zum ortsfesten Einbau im Gaskasten gegeben sind (Stichwort Beschleunigungskräfte beim Unfall).

Hier geht es zum entsprechenden Artikel von Promobil.

Ich habe mich für einen Einbau entschieden. Woher bekomme ich jetzt die Alugas-Tankflasche?

Bei unseren Recherchen sind immer wieder auf einen Namen gestoßen: Die Gasfachfrau Karin Nöfer. Sie bietet die entsprechenden Teile an, verweist aber zum Einbau auf verschiedene Einbauwerkstätten. Die Carsten Stäbler GmbH in Waghäusel-Kirrlach ist unter anderem unter diesen Firmen gelistet. Nach einer direkten Angebotsanfrage haben wir letztendlich unsere Gastankanlage dort einbauen lassen. Warum? Das Angebot war sehr gut, unsere Zeit immer knapp und die Firma nicht allzu weit von uns entfernt. Auch waren die Kundenrezensionen zu dieser Firma sehr positiv.

Was haben wir einbauen lassen? Was hat es gekostet?

Folgendes haben wir von der Carsten Stäbler GmbH einbauen lassen:

  • 2 feste Alu-Gastankflaschen á 11 Kilo
    inkl. Halterung, Betankungsschlauch und Außenbetankungsstutzen, Füllstandsanzeige, Gasdruckregler Duo Control CS  und Truma Gasfilter
  • Einbau einer Gassteckdose auf der Beifahrerseite des Mobils zum Anschluss eines Gasschlauchs für einen Gaskochers oder -grill
  • Kostenpunkt: ca. 1500 €

Der Einbau durch die Carsten Stäbler GmbH

Wir haben unser Wohnmobil in der Werkstatt abgegeben und sind mit dem Mietwagen nach Speyer gefahren. Nach dreieinhalb Stunden waren unsere beiden 11 Kilo Alugas-Tankflaschen im Gaskasten verbaut und eine neue Klappe ziert außerdem sauber die Beifahrerseite. Darunter liegt die neue Schnellkupplung für einen Gasschlauch. Alle Arbeiten waren sehr sauber abgeschlossen und zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Ein Mitarbeiter unterwies uns im Umgang mit den neuen Tankflaschen, dem Tankvorgang und dem Anschluss. Am Ende des Tages blieben keine Fragen und Wünsche offen.

Neuerdings bietet die Carsten Stäbler GmbH auch eine TÜV-Abnahme der Gastankflaschen an.

Unsere Alugas-Tankflaschen im Gaskasten
Unsere Alugas-Tankflaschen sehen schick im Gaskasten aus.

Nach über einem Jahr des Testens

Mittlerweile haben wir fast eineinhalb Jahre Freude an unseren Alugas-Tankflaschen. Zum Ablesen der Füllstandsanzeige müssen wir einen Spiegel verwenden (unser Kopf passt nicht in den Gaskasten). Aber das ist der einzige Punkt, den wir als Abstrich hinnehmen mussten. Die Spiegelmethode funktioniert aber super. Bisher gab es auch noch keine rechtlichen Probleme oder Probleme an den Tankstellen. Ausfälle und Beanstandungen gab es ebenfalls bisher keine.

Fazit 

Wir haben dem Einbau einer Alugas-Tankanlage fünf von fünf Sterne gegeben. Warum? Weil es die beste Entscheidung war, die wir treffen konnten. Wir haben eine bequeme Lösung gefunden, nie mehr Gasflaschen schleppen zu müssen. Auch im Ausland können wir an vielen LPG-Tankstellen unser Gas zu jedem beliebigen Zeitpunkt unabhängig des Füllstands auffüllen. Rechtliche Probleme gab es bisher ebenfalls keine.

Es macht einfach Spaß, nicht mehr Angst haben zu müssen, ob das Gas für den Urlaub reicht und seit dem verwenden wir den Backofen, den Herd und die Heizung mit viel besserem Gewissen.

Die Gassteckdose auf der Beifahrerseite war ebenfalls eine gute Investition. Hier schließen wir mit einem Gasschlauch-Schnellanschluss unseren Gaskocher oder Grill an und können bequem vor dem Wohnmobil kochen oder grillen. Wir möchten das nie mehr missen.

Der Einbau durch die Carsten Stäbler GmbH war voll zufriedenstellend und die Beratung und der Service perfekt.

Bleibt nur die große Frage nach dem Rechtlichen. Wie gesagt, bisher hatten wir keine Probleme und eigentlich erwarten wir auch keine. Falls doch mal ein Prüfer die Abnahme verweigern sollte, fahren wir einfach zum Nächsten. Für uns steht ebenfalls fest, dass der ortsfeste Einbau deutlich sicherer als die Verwendung von Tauschflaschen ist und somit von uns einen weiteren Pluspunkt erhält.

 

Hast du einen Gasflaschentank verbaut oder denkst du darüber nach? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht oder lässt du lieber die Finger davon, bis die rechtliche Lage klarer ist? Schreibe mir einen Kommentar und Berichte davon.

18 Kommentare

  1. Hallo,

    dank deines Artikels, habe ich bald einen Termin zum Einbau zweier Alutankflaschen:-)

    Doch nach und nach (lesen im Netz) werde ich unsicher, denn ich möchte es einfach einfach haben…
    Ich möchte nach dem Einbau in den Süden (wie sieht es mit dem Propan/Butan Mix aus?) Im Januar geht es länger nach Köln (Wieder Gas Mix) und dann länger durch diverse Länder in Europa (Unterschiedliche Versorgung mit LPG Tankstellen)

    Wie sind denn deine Erfahrungen nach den Monaten diesen Jahres?

    Will mich noch zwischen 2 Alutankflaschen und 1 + 1ne Tauschflasche entscheiden (um flexibel im Ausland auch Tauschflaschen anschließen zu können – was ich ja nicht will, doch bei längerem Stehen an einem Platz könnte LPG ja auch knapp werden)

    Vielen Dank im Voraus!

    Gruß
    Nick

    1. Guten Morgen Nick,

      wie genau es mit dem Propan/Butan Mix aussieht, kann ich dir ehrlich gesagt nicht sagen.
      Was ich dir aber sagen kann ist, dass wir die Flaschen bereits im Oktober 2014 haben einbauen lassen und nie Probleme damit hatten. Wir waren im Winter schon in Spanien bzw. Marokko damit unterwegs und wir waren hierzulande unterwegs.
      Dieses Jahr haben wir unsere Gasprüfung gemacht. Auch ohne Probleme. Aber das kommt, wie im Artikel beschrieben immer, auf den Gasprüfer an.

      Was die längeren Standzeiten betrifft: Im Sommer waren wir vier Wochen in Rumänien unterwegs und standen dabei nie am Landstrom. Der Kühlschrank lief also komplett auf Gas. Gekocht wurde auch täglich für 5 Personen. Nach 4 Wochen war eine Flasche leer.
      Im Winter 14/15 waren wir in Marokko und haben Abends und Morgens öfter auch geheizt. Natürlich hatten wir da einen höheren Verbrauch und nach knapp drei Wochen haben wir ca. als 1,75 Flaschen verbraucht.
      In Spanien war damals die Abdeckung von LPG-Tankstellen nicht so gut wie hier, aber dank Internet konnten wir etwas finden. Auch in Rumänien fielen uns oft die LPG-Tankstellen auf. Es wird also mehr…

      Ich finde es eben angenehm, nicht oft auf die Füllstandsanzeige schauen zu müssen, oder wechseln zu müssen, bevor die Flasche richtig leer ist, nur weil es sich gerade anbietet. Kein Anklemmen, Umklemmen und Flaschen schleppen. Aber letztendlich muss das jeder für sich entscheiden.

      Grüße aus Bensheim
      Christa

  2. Danke,
    der Beitrag ist sehr informativ. Eine Freundin hat einen Flüssiggastank im Garten und möchte ihn gern behalten. Sie ist Künstlerin und hat ihn dementsprechend zu einem riesigen Schwein ausgebaut.

    1. Hallo Willy!

      Unsere Gastankflaschen haben die normale Gasprüfung bekommen und sind nach den gängigen Vorschriften für Gastankflaschen eingebaut (feste Verrohrung etc.). Damals bot die Carsten Stäbler GmbH noch keine TÜV-Abnahme mit Eintragung an. Meines Wissens tut sie das mittlerweile aber.
      Aber da erkundigst du dich am Besten vor Ort bei der Firma. Sie sind ziemlich kompetent und werden dir alle deine Fragen dazu beantworten können.
      LG Christa

  3. Ich habe seit 2012 eine Kombination Tauschflasche / Alugas-Tankflasche. Benutzung im ganzen Jahr, im Ausland hauptsächlich Schweden, Norwegen, Frankreich. In SE und NO ist die Tankstellendichte gering aber mit etwas Vorausschau geht es gut. Probleme mit der Gasprüfung gab es nie. Und TÜV/DEKRA hat sich nie um die Gasanlage gekümmert, wenn bei der HU eine gültige Gasprüfung vorlag.

    1. Danke Günter für deinen Erfahrungsbericht. Es ist schön zu lesen, dass es auch bei anderen alles „rund“ läuft. Das macht den Unentschlossenen vielleicht etwas Mut, sich gegen die Schlepperei und für eine Gastankflasche zu entscheiden.

  4. Hallo , ich bin Rainer.
    Seit 2010 habe ich 2 Alutankflaschen im Wohnmobil eingebaut und die Tankflaschen wurden auch in der gelben Zulassungskarte (Gasanlage) eingetragen. 2017 wurde das erstemal auf die nicht vorschriftsmässige Einbau – Einhaltung verwiesen . ( Zu diesem Zeitpunkt wurde explizit eine nochmalige Verbandsvorschrift zur KLÄRUNG der rechtlichen Einbauvorschrift erlassen , 14.10.2017)
    Das Hauptproblem ist m.E. die Forderung nach festen Rohrverbindungen als „Tank“ !!!
    2010 wurde mir noch der Aussenanschluss mit Hochdruckschläuchen zu den Flaschen und dem
    Gasregler Truma Duocomfort CS verkauft.
    Und wie man auf den Bildern vom Stäblereinbau sieht , sind dort feste Rohrverbindungen verbaut worden. !! Darauf sollte man unbedingt achten.
    Und ja, ich würde als Autark-Steher nie wieder auf die Tst-Befüllung verzichten wollen.

    mfg

    Rainer

  5. Hallo,
    ist zwar an dieser Stelle vielleicht nicht ganz richtig, aber kann mir jemand einen Schrauber-Betrieb im Großraum München empfehlen . Ich wollte auch entweder 2 feste ALU-Gasflaschen einbauen lassen oder einen Tank im Gasraum und bis nach Speyer ist’s doch ein Stück.
    Danke
    John

  6. Ich bin G607-Prüfer und HU-Prüfer bei einer großen deutschen Prüforganisation.
    Einen Aspekt darf man nicht vergessen:
    Gasflaschen enthalten überwiegend Propan, Siedepunkt -42°C.
    CampingGAZ-Flaschen enthalten überwiegend Butan, Siedepunkt +/-0°C.
    Autogas LPG enthält in Deutschland ein Gemisch Propan/Butan, etwa 60:40%
    im Sommer, etwa 40:60% im Winter. In anderen Ländern wird oft überwiegend
    Butan für LPG verwendet. Konsequenz daraus:
    Der Siedepunkt steigt erheblich, hat man deutsches Winter-LPG getankt bis auf
    etwa -17°C, bei Betankung in einem anderen Land ggf. bis nahezu 0°C. Folgen für
    Freunde des Wintercampings:
    Bei spätherbstlichen oder winterlichen Minustemperaturen kann das Gas im Tank
    nicht mehr „sieden“ (verdampfen) und Heizung/Kocher/Kühlschrank bleiben aus (Letzterer ist wohl das geringste Problem wegen des Naturkühlschrankes).

  7. Die Anlage, die hier auf dieser Seite vorgestellt wird, ist so nicht mehr zulässig. Es darf zwischen zwei Tankgasflaschen keine DuoContril mehr verbaut werden. Die Gasflaschen müssen mit einem mechanischen Umschalter ausgerüstet sein. Es fällt den Sachverständigen immer etwas neues ein. So kann man sich dranhalten und steckt immer wieder Geld in die Anlage rein.

  8. Ich betreibe eine Alugas-Tankflasche und eine normale Alugas-Flasche, wobei letztere eigentlich nur als „Reserve“ mit herumgeschleppt wird. Die Tankflasche, sowie die nötoge Armatur habe ich bei einem Haendler in NL erworben, der die Flasche offensichtlich aus D (!) bezog. Den sachgerechten Einbau ermöglichten mir die eigenen bastlerischen Fertigkeiten. Was die rechtliche Seite angeht, habe ich das Wirrwarr der Bestimmungen sehr genau gelesen. Man beachte: Je niederwertig eine Rechtsbestimmung ist, desto detaillierter ist sie. Technische Regeln besitzen keinen eigenen normativen Charakter, sondern sind nur jeweils beispielhafte Ausführungen der Rechtsvorschrift, auf die sie sich berufen. Andere, (mindestens) ebenso wirksame Lösungen sind zulässig! So, wie die Vorschriftenlage ist, müssen die Tankgasflaschen nur dann gegen die jeweils genannten Beschleunigungswerte gesichert sein, wenn diese gar nicht auftreten können: Beim Befüllen. Beim Transport und beim Benutzen sind sie wie „normale“ Gasflaschen zu sichern. Wenn ich beispielsweise eine Tankgasflasche von einer befugten Person an der Abfüllstation befüllen lasse, kann ich sie als normale Gasflasche benutzen.

  9. Viele Wohnmobilisten mit nachgerüsteten wiederbefüllbaren Gas-FLASCHEN werden beim nächsten TÜV Termin zur HU eine böse Überraschung erleben:

    Einzig und allein bei nachgerüsteten wiederbefüllbaren Gas-FLASCHEN ist die zuvor abgeschlossene technische TÜV Einzelabnahme entscheidend, welche dann wiederum in den Kfz Schein eingetragen werden MUSS. Es nutzt NULL wenn ein Gasbuch vorhanden ist, die Flaschen und der Rest eine ABE haben ,und die wiederbefüllbaren FLASCHEN nicht im Kfz Schein eingetragen sind.

    Das einzig entscheidende ist die Eintragung der nachgerüsteten wiederbefüllbaren Gas-FLASCHEN im Kfz-Schein!

    Nur dann wird das Fahrzeug bei der Hauptuntersuchung auch die Fahrzeugplakette bekommen.

    Und dass die Gasprüfer nun eine nachgerüstete Gastankflasche ohne TÜV-Eintragung als Gastank bei der Gasprüfung nicht mehr ignorieren dürfen. Die Gasprüfung darf in diesem Fall nicht mehr positiv abgeschlossen werden.

    Zahlreiche Wohnmobilisten wurden bereits in 2018 OHNE TÜV Plakette wieder nach Hause geschickt. Google Stichwort : tüv gastankflasche

    Es ist jedoch zu bezweifeln ob der TÜV ,denn nur dort ist die technische Einzelabnahme in D überhaupt möglich,die technische Änderung überhaupt abnimmt. Grund für dieses Verhalten ist: Aus Gastankflasche wird Gastank.

    Nachzulesen : © DVFG e.V. Stand: 16 . 11 .2017 Seite 1 von 2 DVFG Fachinformation
    „ Zusammenfassung der zurzeit geltenden Regelungen für die Installation von Brenngastanks in Flaschenform in Freizeitfahrzeugen “

    Fazit der Geschicht : wiederbefüllbare Gastankflaschen lohnen sich nicht.

    PS. Habe Problemlos auf GasTANK mit Fernbetankung gewechselt.

  10. Ich verstehe den ganzen TÜV Irrsinn nicht. Das Propangas in der Gasflasche ist genauso gefährlich oder ungefährlich wie in der Gastankflasche. Kann man denn dann nicht einfach das Gas der Gastankflasche nicht in eine Gasflache umfüllen und mit dieser dann das WoMo betreiben, dann wären doch alle zufrieden. Das Gas ist flüssig und sollte wenn man die Gastankflasche umdreht und über die Gasflasche hält dann doch in die Gasflasche fliesen. Entsprechende Umfülladapter gibts in Italien. Wenn die so einen Irrsinn wollen…

    1. Der entscheidende Vorteil der Gastankflasche ist, dass man LPG an den bekannten LPG-Tankstationen zapfen kann – egal, ob die Flasche nun voll oder leer ist. Umzufüllen ist somit ja total unsinnig und dann kann man auch einfach seine Flasche wie gewohnt tauschen.
      Wo du natürlich recht hast ist der Unsinn, dass eine solche Flasche, die einen Füllstutzen hat, dann als Tank zählt und nicht mehr als Ladung und somit den Auflagen eines Gastanks unterliegt. Klar, bei der Installation ist es erstmal mehr Aufwand (feste Verrohrung, feste Verankerung, etc.). Aber wenn man sie dann erstmal drin hat und sie ordentlich eingetragen sind, hat man ein tolles System im „Haus“ und muss nie mehr Flaschen schleppen. Hat eben alles auf der Welt seine Vor- und Nachteile, die jeder individuell abwägen muss. Auf die geltenden Vorschriften kann man als Verbraucher ja nur wenig bis gar keinen Einfluss nehmen.
      LG Christa

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