Material Inline-Filterbau

Sicheres und sauberes Wasser im Wohnmobil dank Wasserfilter

In meinem letzten Bericht ging ich auf das Thema Trinkwasser im Wohnmobil ein. Bisher nutzten wir immer Silberionen zur Wasserkonservierung. Doch diese helfen leider nicht gegen Schwebstoffe, die wir uns beim Befüllen öfter mal eingefangen hatten und die das System verunreinigten. Auch desinfizieren Silberionen nicht, sondern machen Trinkwasser nur länger haltbar. Um aus unsicherem Wasser Trinkwasser zu machen, benötigt man also andere Mittel. 

Ein Wasserfilter für sicheres und sauberes Wasser. Jederzeit.

Wir waren es satt, uns immer mal „schmutziges“ Wasser im Wohnmobil einzufangen. Seien es Schwebstoffe aus korrodierten Leitungen oder nach Chlor riechendes Wasser, das man nicht einmal zum Duschen haben möchte. Damit sollte nun Schluss sein. Deshalb suchten wir nach dem passenden Wasserfilter und bauten uns ein Filtersystem zum Befüllen des Wohnmobils.

Die Vorplanung

Bevor man einen Wasserfilter bzw. ein Filtersystem kauft oder selbst zusammenbaut, muss man sich zuerst ein paar Fragen stellen: Für welchen Zweck will man einen Wasserfilter haben? Wie und wo möchte man ihn einsetzen? Ist er ständig in Gebrauch oder nur ab und zu? Das wirkt sich auf die Art des Filters und des Filtersystems aus.

Im Bericht Trinkwasser im Wohnmobil ging ich bereits auf die verschiedenen Filtertypen ein. Danach hat man schon einmal eine Vorstellung, welchen Wasserfilter man benötigt (Keramik, Hohlfasermembran, Kohle). Ist man sich unsicher, sollte man nicht zögern, Rücksprache mit einer fachkundigen Person zu halten.

Auch über die Art des Einbaus sollte man sich Gedanken machen. Habe ich einen Befüllungsfilter (Inlinefilter), halte ich Schwebstoffe und Bakterien fern, bevor sie im Tank landen. Steht das Wasser aber eine lange Zeit ungenutzt im Tank, kann es passieren, dass sich wieder Keime bilden. Um dem entgegen zu wirken, muss man eventuell doch auf zusätzliche Mittel, wie zum Beispiel Micropur*, zurückgreifen, um das zuvor entkeimte und saubere Trinkwasser zu konservieren.

Nutze ich einen Einbaufilter, der meiner Entnahmearmatur vorgeschaltet ist, wird das Wasser erst bei Entnahme gefiltert. Es ist also immer sauber und sicher, selbst wenn es lange im Tank stand und dort verkeimt sein sollte. Dafür kann es aber passieren, dass sich ein unschöner Belag aus verschiedenen Stoffen im Tank bildet und auch das Leitungssystem bis an den Wasserfilter verkeimt. Fällt dann der Filter aus irgendwelchen Gründen aus (keine Ersatzkartusche, Defekt, etc.), kann man seinen Tank bis zur Reaktivierung des Filters oder bis nach einer kompletten Reinigung und Desinfektion nicht nutzen.

Jede Bauart hat also ihre Vor- und Nachteile.

Für welchen Filter haben wir uns entschieden? Und warum?

Wir nutzen das Wohnmobil für die Ferien und Wochenenden. Wir sind damit in ganz Europa oder Marokko unterwegs. Während unserer Reisen, hat das Wasser einen hohen Durchsatz und muss spätestens nach 3-4 Tagen aufgefüllt werden. 

In der Vergangenheit hatten wir auch Bekanntschaft mit Schwebstoffen oder Chlor im Wasser gemacht. Die Tankreinigung danach war aufwendig und das wollen wir in Zukunft umgehen. Auch die richtige Dosierung des Micropur empfanden wir als schwierig, wenn der Tank nur aufgefüllt wurde, bevor er wirklich leer war. 

Manchmal wissen auch nicht genau, ob das, was in anderen Ländern aus dem Hahn kommt, wirklich Trinkwasserqualität hat. Also brauchen wir einen Filter, der sowohl Schwebstoffe, Mikroorganismen, als auch Chlor fern hält. Die Idee, im Notfall auch mal Oberflächenwasser nutzen zu können, gefiel uns auch gut. Das wollten wir zukünftig auch gerne als Alternativlösung dabei haben.

Wir unterhielten uns mit einigen Herstellern und Händlern und kamen zu dem Schluss, dass wir ein möglichst variables Inline-Filtersystem möchten, ähnlich dem water-jack fresh tiny von famous water. Das hält den Schmutz aus unserem Tank fern und solange wir unterwegs sind, ist durch den hohen Durchsatz keine zusätzliche Konservierung nötig. Allerdings wollten wir auf jeden Fall zwei parallele Kombifilter, um die Durchflussmenge zu erhöhen.

Warum Eigenbau und kein fertiges System?

Der water-jack fresh tiny ist ein tolles System – keine Frage. Aber wir sind handwerklich geschickt und hatten eine passende Kiste im Keller stehen. Mit einem Eigenbau haben wir also durch günstigen Materialeinkauf (zum Beispiel durch Verwendung von Gardena-Anschlüssen und einer Noname-Kiste) viel Geld (etwa 500€) gespart.

Kiste für den Filter
Eine passende und stabile Kiste für den Filter hatten wir noch zuhause.

Eigenbau Inline-Wasserfilteranlage: So geht es

Um unseren Inline-Wasserfilter zu bauen, haben wir folgende Komponenten gebraucht:

Material Inline-Filterbau
Die ersten Lieferungen sind angekommen und bis auf Kabel und Schalter für die Druckwasserpumpe und das Brett ist alles komplett. Später haben wir uns auch entschieden, zwei normale Gardena Schlauchanschlüsse gegen Wasserstop-Anschlüsse zu tauschen.

Der Zusammenbau

Sind alle Teile besorgt, kann der Zusammenbau beginnen.

Material
Die Gardena Schlauchanschlüsse gibt es auch als Wasserstop-Anschlüsse, die ein Auslaufen des Schlauches oder Filters verhindern. Wir haben beide Varianten an unserer Inline-Filteranlage verbaut.

Der Halter für die Filterelemente

Damit die Filterelemente aufrecht und sicher stehen, während das Wohnmobil befüllt wird, haben wir mit einer Bohrkrone zwei 73mm-Löcher nebeneinander in die Multiplexplatte gebohrt. Die Platte ist so lang, dass sie aus der Kiste herausgenommen werden kann und über der kurzen Seite der Kiste sauber aufliegt.

Die Löcher haben wir in der Mitte der Platte gebohrt. So ist auf der Seite noch genügend Platz für die Druckwasserpumpe.

Die Wasserfilter zusammenschließen

Nachdem der „Ständer“ für die Wasserfilter fertig ist, werden sie zusammengeschlossen. Dazu wird zuerst auf das Gewinde der Schlauchtüllen etwas Teflonband zum Abdichten gewickelt und diese in das Filtergehäuse geschraubt.

Auf die V4A-Schlauchtüllen am Filter kommt jeweils ein Stück Schlauch. Damit das ganze System später in unsere Kiste passt, haben wir etwa 10 cm pro Filterseite bemessen.

Wir wollen zwei parallele Wasserfilter haben, also muss der Schlauch mittels Y-Schlauchverbinder in zwei Stränge getrennt und nach dem Filter wieder zusammengeschlossen werden. Die Y-Schlauchverbinder werden eingesteckt und mit Schlauchschellen befestigt.

Als nächstes haben wir an den offenen Enden der Y-Verbinder weitere Schlauchstücke mittels Schlauchschellen befestigt, an deren Enden jeweils ein Gardena Schlauchverbinder sitzt. So können wir schnell und unkompliziert die Schläuche durch Kupplungsstücke verbinden und wieder trennen. 

Vom Schlauch wird nun ein weiteres Stück abgetrennt und mit einem Gardena Schlauchanschluss versehen. Das Schlauchstück sollte mindestens der Länge vom Filter zum Tankstutzen des Wohnmobils entsprechen. Mit einem Kupplungsstück kann es jetzt für den Befüllvorgang am Filtersystem angeschlossen werden.

Die Pumpe zum Ansaugen von Oberflächenwasser anbringen

Im Anschluss wird die Pumpe angebracht, die es uns ermöglicht, Oberflächenwasser (aus Flüssen oder Seen) zu entnehmen. Wir haben zur Pumpe das passende Pumpenschutzsieb gekauft. Das Sieb hält die groben Schmutzpartikel fern und schützt so nicht nur die Pumpe, sondern auch die Filtereinheit, die sich sonst viel schneller zusetzen würde.

Die Pumpe benötigt ebenfalls ein passendes Schlauchstück, um an die Kupplung am Filter angesteckt zu werden.

Sind alle Schläuche von der Pumpe zum Filter passend, muss die Pumpe elektrisch angeschlossen bzw. verkabelt werden und einen 12V-Stecker, eine 10-Ampere-Sicherung und einen Schalter bekommen. Wir haben ein 7,5 Meter langes Kabel gewählt, um einen gewissen Spielraum im Aufstellen des Filters haben. Hier ist auf den passenden Durchmesser zu achten.

Möchte man Wasser aus einem Druckleitungssystem entnehmen, wird es direkt am Gardena Schlauchanschluss des Wasserfilters angeschlossen. Die Pumpe bleibt dann ungenutzt und wird nicht in das Filtersystem eingebunden.

Letzte Handgriffe

Theoretisch kann man alles mit normalen Gardena Schlauchverbinder zusammenbauen. Nach einem ersten Test haben wir aber festgestellt, dass im Filter viel Wasser zurück bleibt. Je nachdem, wie oft man ihn nutzen möchte/muss, will man ihn nicht immer ausleeren und gleich trocknen. Deshalb haben wir am Filter zwei Wasserstop Schlauchverbinder angebracht, die ein Auslaufen des im Filter stehenden Wassers verhindern.

Die Superdyn Filterkartuschen sollten nach etwa 6.000 Litern oder 6 Monaten ausgetauscht werden – je nachdem, was zuerst eintritt. Um die Durchflussmenge zu kontrollieren, haben wir einen Gardena Wassermengenzähler besorgt, der ins Befüllsystem eingebunden werden kann. Der Zähler dient zur groben Orientierung (nein, es kommt nicht auf den Liter genau an). Dabei sollte man aber bedenken, dass man zwei Filter hat. Zeigt der Filter also 6.000 Liter an, hat jeder Filter nur grob 3.000 Liter gefiltert.

Fertig

Nun ist alles fertig und das Inline-Filtersystem kann in der Kiste verstaut werden. Von nun an, müssen wir uns keine Gedanken mehr um das Wasser machen, das wir an verschiedenen Hähnen zapfen oder den tollen Stellplatz in der Wildnis verlassen, weil das Wasser ausgeht. Ein tolles Gefühl!

Wissenswertes zum Superdyn Filterelement

Bei den angegebenen 6 Monaten Nutzungsdauer zählt nur die „nasse“ Zeit.
Beispiel: Bin ich vier Wochen im Urlaub, wo ich die Filter alle paar Tage benutze und nicht trockne, habe ich vier Wochen dieser Zeit verbraucht. Zuhause trockne ich die Filter. Das nimmt je nach Witterung bis zu einer Woche in Anspruch. Dann habe ich fünf Wochen von den sechs Monaten verbraucht. Nun lasse ich die Filter ruhen bis zum nächsten Einsatz einige Monate später. In dieser Zeit geht mir von den angegebenen 6 Monaten keine weitere Zeit verloren. Erst, wenn sie wieder benutzt werden, läuft weitere Zeit von den 6 Monaten ab.

Nutzt man die Filter dauerhaft, also nicht nur für ein paar Wochen Urlaub, sollte man sich ein zweites Filterpaar bereit legen und die Filter nach vier Wochen Dauernutzung vollständig trocknen, bevor sie wieder benutzt werden.

Bei der Lieferung unserer Filterelemente waren kleine Schwämme dabei. Sie werden benutzt, um die Keramik abzuschleifen, wenn der Durchfluss zu sehr abgenommen hat. Das ist kinderleicht und dauert nur wenige Minuten. Statt dieser mitgelieferten Schwämme können auch neue Topf-/Küchenschwämme (Glitzi-Schwamm) genutzt werden. Der Vorgang dauert dann geringfügig länger, geht aber auch.

 

Hast du auch ein Filtersystem im Wohnmobil oder möchtest dir eins besorgen? Welches nutzt du und wie zufrieden bist du damit? Schreibe uns in den Kommentaren deine Meinung.

21 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Tolle Erklärung. Ich verstehe diesen Teil leider nicht ganz
    „Nach einem ersten Test haben wir aber festgestellt, dass im Filter viel Wasser zurück bleibt. Je nachdem, wie oft man ihn nutzen möchte/muss, will man ihn nicht immer ausleeren und gleich trocknen. Deshalb haben wir am Filter zwei Wasserstop Schlauchverbinder angebracht, die ein Auslaufen des im Filter stehenden Wassers verhindern.“
    Wenn ohnehin etwas Wasser im Filter verbleibt wieso setzt ihr dann an der Stelle Wasserstop ein?

    Beste Grüße
    D

    1. Guten Morgen Daniel,
      den Wasserstop setzen wir ein, da der Filter nach dem Auffüllen der Wasservorräte wieder in der Kiste gelagert wird. Wir verhindern damit, dass das austretende Wasser bei der Fahrt unnötig in der Kiste herumschwappt und die darin befindlichen Sachen aufweicht.
      Gruß Christa

      1. Hey Christa,
        ahhhh jetzt verstehe ich. Ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass die Filteranlage ohnehin permanent angeschlossen ist. Aber dann hättet ihr sicher auch das beschrieben. Wir sind zur Zeit in Italien unterwegs. Wieder zuhause werde ich die Filteranlage dann auch mal bauen.

        Beste Grüße aus Apulien
        D

        1. Hallo Daniel,

          nein, wir nutzen die Anlage als Inline-Wasserfilter. Zum Festeinbau haben wir keinen geeigneten Ort, damit man schnell und problemlos an die Filter kommt. Da wir nicht permanent im Wohnmobil leben, müssen die Filter nach dem Urlaub auch abgeschraubt werden, damit sie besser trocknen. Auch müssen sie ja nach einer bestimmten Nutzungsdauer gewechselt werden. Da ist es einfacher eine Kiste in der Heckgarage zu haben als jedesmal den halben Wohnraum auseinander zu nehmen. 🙂
          Gruß nach Apulien und schönen Urlaub noch.
          Christa

  2. Hallo Christa,

    Schöne Beschreibung! Wir planen gerade eine ganz ähnliche Anlage auf unserem Boot zu installieren. Wir beschränken uns jedoch auf einen einzelnen Filter, da er nur das Trinkwasser für die Küche machen soll. Was für einen Durchfluss bekommt ihr mit dieser Pumpe etwa (Liter/Minute)?

    Besten Dank
    Liebe Grüsse
    Reto

    1. Hallo Reto,

      vielen Dank für dein Lob.
      Leider muss ich zugeben, dass wir den Durchfluss mit der Pumpe noch nicht genau gemessen haben. Ich kann dir sagen, dass am Wasserhahn bei uns im Haus ein Durchfluss von 2,8 Liter / Minute mit zwei Filterelementen erzielt wird.
      Mit der Pumpe müssten wir dann mal noch messen, wenn wir sie das nächste Mal im Einsatz haben. Es müsste aber etwas langsamer sein, als die 2,8 Liter.

      Gruß Christa

  3. Hi, vielen Dank für die Bauanleitung!
    Eine Bemerkung habe ich noch zu den Gardena Wasserstop Verbindern: Ich habe die gleichen wie Ihr verbaut, aber meine stoppen das Wasser nur, wenn Druck auf der Leitung ist. Ohne Druck kommt das Wasser trotzdem aus dem Filter. Habt Ihr das auch schon beobachtet?

    1. Hallo Jan,
      Hmm, das ist mir noch nicht so aufgefallen, weil wir immer noch Handtücher mit in der Kiste liegen haben. Ich achte das nächste Mal bei Benutzung mit drauf. Danke für den Hinweis und Grüße aus Südafrika (deshalb auch die verspätete Nachricht)

      Christa

  4. Hallo zusammen
    Woher bezieht ihr auf Reisen euer Wasser?
    Wenn ich beispielsweise an einer Wohnmobilentsorgungsstation den Schlauch anschließe und das Wasser dann durch den Filter drücke dauert es bei der angegebenen Durchflussmenge etwa 20 Minuten bis mein Tank voll wäre. Leider sind die meisten Stationen nicht Mengengesteuert sondern Zeitgesteuert. Also müsste ich gefühlte 20-30 Euro einwerfen bis der Tank endlich voll ist.
    Natürlich kann man an einer Tankstelle fragen ob man dort Wasser bekommt, aber auch da musste ich schon 5.-@ bezahlen bzw bekomme öfter mal eine Abfuhr.
    Das Trinkwasser aus Flüssen zu beziehen ist für mich nur im Notfall oder bei fehlender Infrastruktur eine Alternative und keine Dauerlösung.
    Wie sind denn eure Erfahrungen? Filtert ihr das Wasser aus Entsorgungsstationen oder setzt ihr die Filter dann nicht ein?

    1. Hallo Wolfgang,

      wenn wir uns der Trinkwasserqualität 100% sicher sind, filtern wir nicht. Allerdings beziehen wir unser Wasser oft auf Campingplätzen im Süden, wo keine Zeitschaltuhr eingebaut ist. Somit ist das dann auch kein Problem, das Wasser dort zu filtern. Unterwegs beziehen wir nicht selten das Wasser aus Brunnen. Dann filtern wir wiederum. Aus Flüssen und Bächen beziehen wir das Wasser vor allem dann, wenn wir irgendwo ohne Infrastruktur stehen.

      LG Christa

  5. Hallo zusammen,

    vielen Dank für die tolle Anleitung. Meine Freundin und ich wollen uns auch bald mit dem Wohnmobil auf Reisen gegeben. Dabei wollen wir möglichst unabhängig sein und uns auch einen eigenen Wasserfilter bauen. Dafür werden wir eure Anleitung als Vorbild nehmen.

    Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Filter bis jetzt gemacht? Gibt es irgendwelche Dinge die wir beachten müssen? Gibt es etwas das ihr an eurem Filter ändern würdet wenn ihr ihn nochmal bauen würdet?

    Ich bedanke mich schon mal für eure Antwort.

    Viele Grüße

    Debby und Matthias

    1. Hallo ihr zwei,

      das freut mich, wenn euch der Beitrag weiter geholfen hat.
      Anders würden wir bisher nichts machen. Aber das kann natürlich von Person zu Person mit den eigenen Vorlieben und Bedürfnissen abweichen.

      Was beachten? Natürlich die Laufzeit. Also entweder die „nasse“ Zeit der Filterkerzen oder die Durchflussmenge – je nachdem, was früher eintritt – wegen der Keimbelastung. Und wenn der Filter länger nicht genutzt wird, dann immer gut austrocknen lassen.

      Liebe Grüße
      Christa

  6. Hallo Christa,

    habt ihr inzwischen schon Erfahrungen mit dem Ansaugen von Oberflächenwasser oder aus Behältern (Eimer, Gießkanne, Faß o.ä.)? Saugt es Eure Pumpe problemlos an oder muß sie erst mit Wasser befüllt werden? Würdet ihr sie wieder einsetzen oder auf eine Tauchpumpe ausweichen? Ich bau gerade einen Allrad-Sprinter aus und möchte dabei Euer System nachbauen. Kannst du jetzt schon mehr über die Durchflußmenge sagen?

    Viele Grüße
    Sören

    1. Hallo Sören,
      ja, wir haben Erfahrungen mit dem Ansaugen von Oberflächenwasser gesammelt, als wir letztes Jahr im Sommer vier Wochen durch Rumänien gefahren sind. Dort war der Filter Gold wert, denn wir standen so gut wie nie auf Campingplätzen und haben unser Wasser öfter mal aus Bächen bezogen.
      Die Pumpe hat dabei ganz gute Dienste geleistet. Man muss sie nicht erst mit Wasser befüllen. Allerdings schafft sie keine großen Höhenunterschiede. Als wir Wasser aus einem Fluss, der ein gutes Stück den Abhang hinab verlief, saugen wollten, hat sie es nicht wirklich geschafft, den Höhenunterschied auszugleichen. Im Nachhinein würde ich vielleicht empfehlen doch auf eine stärkere Pumpe auszuweichen, wenn man es oft braucht.
      In vier Wochen hatten wir nur einmal das Problem mit den Niveauausgleich. Ansonsten lief alles gut. Also passt das System für uns noch ganz gut, denn unterwegs finden wir es auch nicht ganz so schlimm ausnahmsweise mal ein paar Kannen Wasser manuell zu tragen und die Pumpe dann in den Behälter zu hängen.

      Da wir selbst gerade am umrüsten auf ein neues Mobil sind, kam ich noch gar nicht dazu, die Durchflussmenge mit der Pumpe zu messen. Sorry.
      Ich hoffe, ich konnte dir trotzdem bei deiner Entscheidung behilflich sein und wünsche viel Erfolg beim Ausbau deines Sprinters.
      Liebe Grüße
      Christa

      1. Hallo Christa,

        danke für die Infos. Also ich weiß inzwischen, dass ich die Filter fest in den Sprinter einbauen will und die Pumpe flexibel nutzen will. Wenn hier noch einer einen Tipp für eine leistungsfähige Pumpe hat, dann her damit. Wahrscheinlich ist eine Tauchpumpe die bessere Wahl. Auch wir waren dieses Jahr vier Wochen in Rumänien unterwegs. Dort gibt es in fast jedem Dorf irgendwo eine Wasserquelle mit frischem und sehr gutem Quellwasser. Da stehen dann aber auch immer viele Dorfbewohner mit allen möglichen Behältern an, um sich Wasser zu holen. Also dort mit einem Eimer ran, dann damit zum WoMo und dann in aller Ruhe reinpumpen. Fährt man rüber nach Moldawien oder die Ukraine, sehen die Wasserquellen schon weit weniger appetitlich aus. Da bekommt der richtige Filter nochmal eine besondere Bedeutung 😉

        Viele Grüße
        Sören

  7. Hallo an alle,

    ich habe mir dieses Jahr eine ähnliche Filteranlage in meinen Landy gebaut. Allerdings nur einen Filter und diesen fest, direkt vor dem Wasserhahn. Den ungefilterten Wasservorrat habe ich in Kanistern. Als Pumpe und Filterelement verwende ich die selben wie hier beschrieben. Das Filtergehäuse ist nicht das Original von Kathadyn sondern ein überarbeitetes eines Mitbewerbers.
    Ich habe nun ein paar Fragen, da ich mit meiner Anlage ein paar Probleme habe:

    Bei mir war das Filterelement nach nicht mal 300l so zu, dass fast kein Wasser mehr durch ging. Nach einer Reinigung, welche ich aber nur mit der rauhen Seite eines Küchenschwamms machen konnte, war es für kurze Zeit besser. Das Zusetzen ging aber immer schneller und das Reinigen brachte schlußendlich nichts mehr. Als Wasser wurde nur klares Quell- oder Leitungswasser benutzt.

    Wie ist eure Erfahrung bezüglich der Wassermenge bis zur ersten Reinigung?

    Als nächstes habe ich das Problem, dass sich mein Filtergehäuse nur sehr, sehr schwer öffnen lässt. Wie hoch ist die Kraft, um das original Gehäuse zu öffnen?

    Danke schon mal für eure Antworten.
    Viele Grüße,
    Peter

    1. Hallo Peter,

      Also wir haben auch noch nicht wirklich viel mehr als 500 Liter durchgejagt, da wir sonst oft an verlässlichen Entnahmestellen das Wasser organisieren konnten. Bisher ist der Filter noch nicht zugesetzt, deshalb mussten wir ihn auch noch nicht mit einem Schwamm o. ä. reinigen. Allerdings haben wir uns angewöhnt (zum schnelleren Abtrocknen, wenn wir die Filter länger nicht benutzen) die Filter mit Druckluft rückwärts auszupusten. Das natürlich dann ohne die Filtergehäuse.
      Da wir zwei Filterelemente haben, sind wir natürlich noch etwas unter deinem Umsatz pro Filter. Aber wie gesagt, einen schlechteren Durchlauf haben wir noch nicht bemerkt.

      Unser Filtergehäuse lässt sich ebenfalls noch nach wie vor relativ leicht öffnen. Klar, ein klein wenig muss man schon schrauben, aber nichts, was man als wirklich schwer bezeichnen würde.

      Aber vielleicht kann hier ja noch jemand seine Erfahrung äußern, der ein ähnliches System verbaut hat. Oder du fragst mal privat bei Herman unterwegs an, die haben das System von famous water verbaut und leben Vollzeit in ihrem Mobil und könnten da vielleicht bessere Erfahrungswerte mit der Reinigung vorweisen.

      Liebe Grüße
      Christa

      1. Hallo Christa,

        vielen Dank für den Tipp mit Herman unterwegs. Ich habe eben mal deren Erfahrung mit dem Filtersystem gelesen. Sie sind ja auch nicht gerade glücklich damit. Beschreiben auch, dass ein Reinigen der Keramikoberfläche alle 260l notwendig ist. Meiner Meinung nach ist das unzumutbar. Vor allem wird das nirgends erwähnt und immer von einer Filterleistung von 4- bis 6000l gesprochen.
        Ich bekomme jetzt kulanterweise ein neues Filterelement zugeschickt. Kann es aber erst ab nächsten Mai testen. Wenn ich dran denke, berichte ich hier.

        Viel Spaß noch auf euren Reisen,
        Peter

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